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Sekt: Steuer „frisst“ Dividende

(c) Bilderbox
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Der Umsatz der Sektkellerei Schlumberger brach in den ersten neun Monaten 2014 ein. Das Konzernergebnis fiel um mehr als ein Viertel.

Wien. Die Sektkellerei Schlumberger leidet wie berichtet massiv unter der im März 2014 wiedereingeführten Schaumweinsteuer. In den ersten neun Monaten 2014 brach der Umsatz um fast zehn Prozent auf 163,8 Mio. Euro ein. Das Konzernergebnis fiel um mehr als ein Viertel auf 1,3 Mio. Euro.

Das stabile Auslandsgeschäft vermochte die Auswirkungen der Sektsteuer nicht auszugleichen: „Einzig und allein das Österreich-Geschäft belastet das Ergebnis der gesamten Gruppe“, schreibt der Vorstand im Quartalsbericht. Da keine Besserung in Sicht ist, überlegt der Vorstand, die Ausschüttung der Dividende für Stammaktien auszusetzen. „Diese Maßnahme wäre notwendig, um die Eigenkapitalkraft des Unternehmens abzusichern.“ Belastend wirkten auch die mengenmäßig schwache Weinernte und die im nächsten Geschäftsjahr steigenden ARA-Abgaben.

Seit März 2014 kostet die Flasche Sekt um 90 Cent (inklusive Mehrwertsteuer) mehr. In der zweiten Jahreshälfte ist der Sektabsatz im heimischen Lebensmittelhandel laut AC Nielsen um 25 Prozent gefallen. Rund um Weihnachten und Silvester macht die Branche etwa die Hälfte bis zwei Drittel des Jahresumsatzes.

Auch die Erhöhung der Alkoholsteuer um 20 Prozent bei Spirituosen hat zu einem sinkenden Kaufverhalten bei den von Schlumberger abgespalteten Kräuterspirituosen Gurktaler, Rossbacher und Leibwächter geführt. (APA)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.02.2015)