Der Ölpreis hat am frühen Freitagnachmittag klar fester gegenüber dem Vortag tendiert. Gegen 14 Uhr wurde der Future auf ein Barrel der Nordsee-Ölsorte Brent mit 60,14 Dollar gehandelt.
Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) kostete 51,89 Dollar und damit um 1,33 Prozent mehr als am Donnerstag.
Nachdem die Ölpreise bereits am Vortag klar zugelegt haben, setzte sich ihre Erholung damit am Freitag fort. Die Stärke der Ölpreise "gibt Rätsel auf", heißt es im aktuellen Rohstoffreport der Commerzbank mit Verweis auf das nach wie vor bestehende Überangebot am Markt und die zuletzt weiter stark gestiegenen Lagerbestände in den USA. Diese stiegen in der vergangenen Woche nach Daten der Energiebehörde EIA auf den höchsten Stand seit mehr als drei Jahrzehnten.
Erklärbar ist der Anstieg des Ölpreises nach Ansicht der Commerzbank-Analysten daher eher mit der Erwartung, dass das Ölangebot in den nächsten Monaten nicht mehr so stark steigen wird. Diese nähre sich aus rückläufigen Zahlen von aktiven Bohranlagen in den USA und Investitionskürzungen bei großen Ölgesellschaften.
Das Gold-Vormittagsfixing in London lag bei 1.225,75 Dollar und damit etwas über dem Donnerstagnachmittags-Fixing von 1.222,50 Dollar. Auch wenn sich im Streit um die griechischen Staatsschulden mittlerweile ein Kompromiss abzeichnet, sollte das Edelmetall weiter "solide nachgefragt" werden, heißt es im Rohstoffreport der Commerzbank mit Verweis auf die weiter bestehende Unsicherheit. Kürzlich beschlossene Lockerungsschritte in der Geldpolitik - etwa in Schweden oder Kanada - sollten den Goldpreis ebenfalls zugutekommen.