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Ski-WM: Einfädler beendet Hirschers Gold-Traum

Jean-Baptiste Grange
Jean-Baptiste GrangeUSA Today Sports
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Der Franzose Jean-Baptiste Grange gewann den Slalom vor Fritz Dopfer und Felix Neureuther. Halbzeitleader Marcel Hirscher schied aus.

Mit einem französischem Überraschungssieg im Herren-Slalom endete die Ski-WM in Beaver Creek/Vail. Jean-Baptiste Grange fuhr mit Laufbestzeit im zweiten Durchgang vom fünften Platz noch zur Goldmedaille. Das Podest komplettierten die beiden Deutschen Fritz Dopfer und Felix Neureuther.

Marcel Hirscher, der im ersten Durchgang als Testpilot mit Startnummer eins auf einem extrem drehenden und langen Kurs (über eine Minute) seine Klasse unterstrichen hatte, fädelte als Halbzeitführender in der Entscheidung ein. „In der Kombi hatte ich Glück, auch die restliche Rennen waren ein Traum. Also was soll's“, kommentierte der Salzburger sein bitteres WM-Ende. Hirscher verpasste es, als erster Slalomläufer seit Ingemar Stenmark (1978-1982) den Titel zu verteidigen. Der Salzburger darf sich aber mit zweimal Gold (Team und Kombination) sowie einmal Silber (Riesentorlauf) trösten.

Nur Herbst kommt in beiden Läufen durch

Als einziger Österreicher schaffte es Reinfried Herbst als 12. ins Klassement. Benjamin Raich und Mario Matt schieden im ersten Durchgang aus, für die drei Routiniers war es wohl der letzte WM-Auftritt ihrer Karriere. „Es geht so schnell, da kannst du nichts machen“, sagte Raich, der in Vail 1999 seine erste WM bestritten hat, nach seiner Pirouette. An der Kurssetzung im ersten Lauf übte der 36-Jährige Kritik, wenngleich er diese nicht als Ausrede für den Ausfall nützen wollte. „Sie probieren irgendetwas für die eigenen Leute zu setzen, was selten aufgeht, und wir müssen herunterfahren wie die ersten Menschen.“

Olympiasieger Matt, der nach einem Trainingssturz um sein Antreten gezittert hatte, fädelte ein. „Die WM war ein Riesenziel und ich habe noch einmal alles zusammen genommen. Schade, dass am Ende gar nichts rausgeschaut hat“, meinte der 35-Jährige. Michael Matt, 21, tat es bei seiner WM-Premiere im zweiten Lauf seinem Bruder gleich und schied aus.

Österreichs Herren blieben somit nach der Abfahrt im zweiten Bewerb ohne Medaille. Das ÖSV-Team beendete die WM mit neunmal Edelmetall, fünf Stück davon in Gold – damit avancierten die diesjährigen Titelkämpfe zu den vierterfolgreichsten der Geschichte. Die Vorgabe von sechs bis acht Medaillen wurde übertroffen, ÖSV-Sportdirektor Hans Pum sprach von einem „kleinen Wintermärchen“.

(swi)