US-Kreditkartenkrise: Arbeitslose sind schlechte Zahler

Kreditkarten-Krise weitet sich aus
Kreditkarten-Krise weitet sich aus(c) AP (Mark Lennihan)
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Immer weniger Kreditkarten-Besitzer in den USA können ihre Schulden begleichen. Die Ausfallsrate beträgt 8,8 Prozent. Die Arbeitslosenquote in den USA droht auf zehn Prozent zu steigen.

Immer weniger Kreditkartenbesitzer können wegen der Auswirkungen der Finanzkrise ihre Schulden begleichen. Wie die Ratingagentur Moody's am Mittwochabend mitteilte, waren die Abschreibungen im Februar so hoch wie nie zuvor in der 20-jährigen Geschichte ihres Kreditkarten-Index. Grund sei vor allem die steigende Arbeitslosigkeit.

Die Ausfälle für die Anbieter stiegen im Februar um 8,82 Prozent. "Wir erwarten, dass der Index am Ende des Jahres den zweistelligen Bereich erreicht", befürchten Moody's-Experten. Bis Mitte 2010 könnte die Ausfallsrate auf 10,5 Prozent ansteigen. Die Agentur rechnet mit einer weiteren Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage und erwartet eine Arbeitslosenquote von zehn Prozent.

Bereits zuvor hatte der umsatzstärkste US-Kreditkartenanbieter American Express für Februar eine Ausfallrate auf seine ausgegebenen Kredite von 8,7 Prozent ausgewiesen. Im Jänner waren es noch 8,3 Prozent. Auch die US-Bank Citigroup, die zu den größten Anbietern der MasterCard gehört, musste einen Anstieg der Ausfallrate von 6,95 auf 9,33 Prozent hinnehmen. Andere Anbieter wie JPMorgan und Capital One kamen mit 6,35 bzw. 8,1 Prozent etwas weniger schlecht davon.

Die Kreditkartenanbieter haben auf die Entwicklung bereits mit einer Kürzung der Kreditlinien, steigenden Zinsen und höheren Gebühren reagiert.

(Ag.)

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