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Eine lange Nacht

Kluge Frauen, große Reportagen und alles, was Sie für eine lange Nacht wissen müssen.

Wenn das Politikgeschehen der vergangenen Wochen etwas lehrt, dann vielleicht das: Egal, ob es um Steuern, Wahlrecht oder einen Beinahe-Grexit geht – bei Dingen, die erst im Werden sind, sagt man lieber nicht zu früh zu viel. Man erspart sich einiges an Drama. Im Fall unseres eigenen internen Projekts – der sechsten „Jubiläums-Presse am Sonntag“– können wir uns jedoch eine Meldung zum Zwischenstand nicht verkneifen: Danke der Nachfrage, es läuft sehr gut. Irmgard Griss ist getreu dem Arbeitstitel der Ausgabe („Die richtigen Fragen“) eine gründliche, ideenreiche Chefredakteurin. Ihr juristisches Know-how, so viel kann man schon sagen, wird für spannende Einblicke in unser Rechtssystem sorgen. Nächste Woche schaut sie wieder bei uns in der Hainburger Straße vorbei. Wir freuen uns.

Und wenn wir schon bei klugen Frauen sind, wollen wir Ihnen für diese Ausgabe pars pro toto zwei Kolleginnen ans Herz legen: erstens die unermüdliche Ukraine-Reisende Jutta Sommerbauer. Sie ist derzeit in Richtung Krim unterwegs und hat für diese Ausgabe wieder eine Reportage aus der Ostukraine mitgebracht. Und zweitens Duygu Özkan. Sie hat in der türkischen Grenzstadt Reyhanli einen Mann besucht, der sich Partnervermittler nennt, aber tatsächlich mit Frauen handelt: Verarmte, verzweifelte syrische Flüchtlinge überlassen gegen Brautgeld ihre Töchter als Zweit- oder Drittfrauen türkischen Männern. „Seelen verkaufen Seelen“, beschreibt Özkan das Geschäft mit dem Elend.

Und sonst? Machen wir – quasi zum Ausgleich – einen längeren Abstecher ins glitzernde Reich der Fiktion. Katrin Nussmayr und Markus Keuschnigg haben alles zusammengetragen, was Sie für den gepflegten, statistisch untermauerten Oscar-Nacht-Small-Talk brauchen. Feinspitze versorgt Thomas Vieregge zudem mit den passenden historischen Fakten. Nur aufbleiben müssen Sie noch selbst

ulrike.weiser@diepresse.com

 

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.02.2015)