Ein Irakkriegsveteran ist wegen der Tötung des "tödlichsten Scharfschützen der US-Militärgeschichte" im Jahr 2013 verurteilt worden.
Ein Irakkriegsveteran der US-Armee ist wegen der Tötung des bekannten US-Scharfschützen Chris Kyle zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der 27-jährige Eddie Ray Routh wurde am Dienstag von einem Gericht im Bundesstaat Texas schuldig gesprochen. Dem Urteil zufolge hat der Verurteilte keine Aussicht auf eine vorzeitige Entlassung aus dem Gefängnis. Routh hatte auf unschuldig plädiert, weil er während der Tat angeblich an posttraumatischen Belastungsstörungen litt. Kyle und sein Begleiter Chad Littlefield waren im Februar 2013 an einem Schießstand in Texas getötet worden.
Nach seiner Armeezeit bemühte sich Kyle um die Wiedereingliederung von Kriegsveteranen in den Alltag und ging mit ihnen auf den Schießplatz. Doch bevor der zur Entspannung gedachte Ausflug beginnen konnte, schoss Routh auf Kyle und Littlefield. In einem wirren Geständnis sagte Routh: "Ich dachte, wenn ich sie nicht erschieße, werden sie mein Leben nehmen." Seine Seele sei in höchster Gefahr gewesen, sagte er nach kurzer Flucht der Polizei. Er sprach von Dämonen und höheren Mächten.
Im Laufe des Prozesses hatte auch die Witwe von Chris Kyle ausgesagt, sie war dabei mehrfach in Tränen ausgebrochen.
Tödlichster Scharfschütze der US-Geschichte
Kyle war ein hochdekorierter Scharfschütze der US-Armee und zwischen 1999 und 2009 an vier Missionen im Irak beteiligt. Kyle gilt bis heute als erfolgreichster, weil tödlichster Scharfschütze des US-Militärs. Er erschoss nach offizieller Zählung 160 Feinde aus dem Hinterhalt.
Sein Buch "American Sniper" über seine Kriegserfahrungen war Vorlage für den gleichnamigen Film, der kürzlich in sechs Kategorien für den Oscar nominiert war. Er erhielt letztlich die Trophäe für den besten Tonschnitt. Der Film läuft am Freitag in den heimischen Kinos an.
(APA/AFP/phu)