Endlich hab ich mit Yoga angefangen.
Sicher, zuerst hat meine Masseurin bei einer unserer wöchentlichen Rückenmassagen missbilligend durch die Nase schnauben und mir Tinnitus, Kalkablagerungen, Operationen und langwierige Rehas androhen müssen, aber schließlich habe ich es eingesehen: Da muss man jetzt etwas machen! Etwas Regelmäßiges. „Yoga wäre gut“, sagt die Masseurin. Ich bin sofort begeistert und buche einen Kurs. Zehn Wochen, jeden Montag um 18 Uhr. Es ist zwar ein bisschen am anderen Ende von Wien, aber das ist sogar gut, da entspannt man sich schon auf der langen U-Bahn-Fahrt dorthin. Das erste Mal kann ich leider nicht teilnehmen, weil geschäftlich in Salzburg, aber ich freue mich schon sehr auf die nächste Woche, smse ich der Kursleiterin. Sie sich auch, smst sie zurück. Die Woche drauf kommt am Montag um 17 Uhr noch ein Hot Job herein. Kann ich leider nicht ablehnen. Das Los der Selbstständigen. Die Kursleiterin und ich freuen uns umso mehr auf die Woche darauf, in der ich leider kurzfristig für eine Kollegin einspringen muss. In der vierten Woche bin ich krank geworden. Dieser Grippevirus. In der fünften hab ich Besuch aus der Heimat. Eine Freundin, eeeewig schon nicht mehr gesehen. In der sechsten Woche bin ich auf Urlaub. Schon lang geplant. In der siebten muss ich meine kranke Freundin versorgen. Sie ist gerade von ihrem Mann verlassen worden! In der achten Woche ist mir der Computer abgestürzt! Alle Dateien weg! Ja, jetzt ist alles wieder gut. Und in der neunten Woche hab ich mich im Tag geirrt. Tut mir total leid! In der zehnten war ich einfach zu faul, muss auch mal sein. Jetzt ist der Yogakurs um, und alle Verspannungen sind weg! Yoga kann ich nur weiterempfehlen!