Libyen: "Islamischer Staat" erobert zwei Ölfelder

Symbolbild: Ölfeld in Libyen
Symbolbild: Ölfeld in LibyenREUTERS

Die Bewacher der Ölfelder Al-Bahi und Al-Mabruk waren unzureichend bewaffnet. Die Felder sind seit Wochen außer Betrieb.

Militante Islamisten haben in Libyen die Kontrolle über zwei Ölfelder übernommen. Nach Angaben eines Sprechers des Sicherheitsdienstes für die Ölindustrie des Landes eroberten extremistische Gruppen am Dienstag die Felder Al-Bahi und Al-Mabruk im Zentrum des Landes. Sie rückten demnach anschließend auf das Ölfeld Al-Dahra vor.

Die Bewacher der Anlagen hätten sich zuvor von den Ölfeldern zurückgezogen, weil sie nicht ausreichend bewaffnet gewesen seien, sagte der Sprecher der Nachrichtenagentur AFP. Al-Bahi und Al-Mabruk liegen rund 200 Kilometer südlich von Sirte. Sie sind seit Wochen außer Betrieb.

Anfang Februar waren dort bei einem Angriff elf Menschen getötet worden, anschließend wurden alle Arbeiter abgezogen. In dem Land herrschen seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi im Herbst 2011 Chaos und Gewalt. Zuletzt hatte die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) mit der Enthauptung ägyptischer Kopten in Libyen für Entsetzen gesorgt.