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Putin: „Tragödie mit politischer Note“

Russian President Putin attends a meeting with members of the government in Moscow
(c) REUTERS (RIA NOVOSTI)
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Präsident Putin äußerte sich zu Nemzow-Mord. Inlandsgeheimdienst identifizierte Verdächtige.

Moskau/Washington. Einen Tag nach dem Begräbnis des ermordeten Oppositionspolitikers Boris Nemzow hat Präsident Wladimir Putin das Attentat direkt vor den Kreml-Mauern als eine „schändliche Tragödie“ mit einer „politischen Note“ bezeichnet. US-Präsident Barack Obama erklärte: „Die Tat spiegelt das Klima innerhalb Russlands wider, in dem sich die Zivilgesellschaft, kritische Journalisten und Internetnutzer zunehmend bedroht und eingeschränkt fühlen.“ Der Kreml wies jede Verantwortung für das Attentat von sich.

Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat derweil vage Ergebnisse seiner Ermittlungen bekannt gegeben. Die Behörden hätten mehrere Verdächtige identifiziert. Dies sei allerdings nur eine Möglichkeit, die geprüft werde, sagte der FSB-Chef. Derzeit läuft die Suche nach dem möglichen Fluchtauto – einem Ford –, das in Verbindung mit einer Sicherheitsfirma für das Finanzministerium steht.

In Washington trat Generalstabschef Martin Dempsey in einem Senats-Hearing für Waffenlieferungen an die Ukraine ein, wie dies die republikanischen Falken um Senator John McCain fordern. Es sei freilich Sache der Nato, eine solche Diskussion zu führen, erklärte Dempsey. Er warf Putin vor, die Nato zerschlagen zu wollen. (ag.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.03.2015)