Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Fahrermangel als "größte Bedrohung der Busbranche"

Busfahrer
BilderBox
  • Drucken

Aufgrund des Bus-Booms erwarten 80 Prozent der Fernbus-Betreiber, dass ihnen die Fahrer ausgehen werden.

Anfang 2013 wurde der Fernbus-Markt liberalisiert. Bis dahin war zum Schutz der Deutschen Bahn  der Fernbus-Verkehr in Deutschland bis 2012 per Gesetz weitgehend verboten. Die Freigabe hat einen Boom auf dem lukrativen Markt ausgelöst. Nicht nur Senioren sind mit den Bussen auf Tour, auch viele jüngere Menschen nutzen die günstigen Preise bei Busreisen. Nun befürchtet die boomende Fernbus-Industrie einem Pressebericht zufolge erhebliche Rückschläge durch den Fahrermangel. Dieses Problem bleibe die "größte Bedrohung der Busbranche", berichtet die Zeitung "Die Welt" (Montagausgabe) unter Berufung auf eine Umfrage des Bundesverbands Deutscher Omnibusunternehmer. Der Verband wirbt auf seiner Website auch intensiv für Fahrer-Nachwuchs

Nach der Umfrage wird die Einschätzung des Fahrermangels als Bedrohung von 74 Prozent der beteiligten Unternehmen aus Nahverkehr, Touristik und Fernlinienverkehr vertreten. Von den Fernbus-Betreibern erwarteten sogar 80 Prozent, dass sie ein "zunehmendes Problem mit dem Mangel an Fahrern bekommen".

Fusion der Marktführer

Seit der Freigabe boomt der Markt mit immer neuen Anbietern, gleichzeitig ist er heiß umkämpft. Von den zahlreichen Anbeitern haben sich wegen des Preiskampfes einige bereits wieder zurückgezogen. Die beiden Marktführer MeinFernbus und Flixbus schlossen sich kürzlich zusammen. Die Deutsche Bahn geht ebenfalls in die Offensive und will ihr Angebot bis 2016 vervierfachen. Einen größeren Anteil an dem hart umkämpften Geschäft strebt auch die Deutsche Post an.

Dennoch stellte der Verband laut "Welt" bei den Fernbus-Betreibern und Anbietern touristischer Fahrten einen "Stimmungsaufschwung" fest. Dagegen seien Unternehmen, die für den öffentlichen Personennahverkehr im Auftrag der Kommunen und Bundesländer tätig sind, besorgt. Hier habe es "Rückschläge bei Umsatz und Fahrgastzahlen gegeben". Zudem werde mit einer "gedämpften Nachfrage wegen sinkender Schülerzahlen gerechnet".

>> Artikel in der "Welt"

(APA/Reuters/AFP)