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Widerstand bröckelt: "Islamgesetz derzeit bestmöglicher Kompromiss"

Symbolbild: Islamisches Zentrum Wien
Symbolbild: Islamisches Zentrum Wien(c) Stanislav Jenis
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Die Islamische Religionsgemeinde Linz und Salzburg hatten den Rücktritt von IGGiÖ-Präsident Fuat Sanac gefordert. Nun lenken sie ein.

Der Widerstand innerhalb der Islamischen Glaubensgemeinschaft (IGGiÖ) gegen das Islamgesetz bröckelt. Nun hat der Vorsitzende der Religionsgemeinde Linz, der den Rücktritt von IGGiÖ-Präsident Fuat Sanac verlangt hatte, eingelenkt. Er bedauert in einer Aussendung zwar weiter die fehlende Einbindung der Bundesländer bei den Verhandlungen, sieht im Gesetz aber den "derzeit bestmöglichen Kompromiss".

Die Islamische Religionsgemeinde Linz und Salzburg hatten im Dezember den Rücktritt von Sanac gefordert. Grund waren die Verhandlungen der IGGiÖ mit der Regierung, die schließlich zum nach wie vor kritisierten und bereits beschlossenen Islamgesetz geführt hatten. Hauptkritikpunkt ist das darin verankerte Verbot der Auslandsfinanzierung von Gemeinden und deren Geistlichen.

"Die Auslandsfinanzierung ist nicht optimal geregelt, dachte ich", gesteht nun Murat Baser, Chef der Linzer Religionsgemeinde ein. "Doch nach einem Gedankenaustausch verstehe ich, dass es anscheinend auch für die IGGiÖ möglich sein könnte, ähnlich der römisch-katholischen Kirche oder der serbisch-orthodoxen, Finanzmittel aus dem Ausland beziehen zu können", meint er aber nun. Er spricht von einem derzeit bestmöglichen Kompromiss, der in Bereichen wie Seelsorge und Lehrstühle für Theologie "Sicherheiten für uns Muslime schafft, wo es vorher keine gab".

"Was ich Falsches sagte, ist von mir"

Baser entschuldigt sich auch zerknirscht bei Sanac. "In bester islamischer Tradition bleibt mir am Ende nur zu sagen: Mögen mir die verzeihen, denen ich unbedacht Unrecht getan haben sollte, was ich Falsches sagte, ist von mir, was ich Richtiges sagte, ist von Allah", meint er.

(APA)