Verschrottungsprämie: 3100 Anträge in erster Woche

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Schrott(c) (Clemens Fabry)
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Weil die Lieferzeit für Autos oft länger ist, wird ein "Reservierungs-System angedacht. Die Autohändler sind mit der Wirkung der Prämie jedenfalls zufrieden. 1500 Euro gibt es für Autos, die den Kriterien entsprechen.

Der Ansturm auf die Verschrottungsprämie ist nach wie vor ungebrochen. Seit der Einführung am 1. April haben sich bis Dienstag Vormittag mehr als 3100 Autokäufer für die 1500 Euro Prämie für ihr altes Fahrzeug entschieden. Bei den Händlern stößt die Maßnahme auf großen Anklang: "Die Prämie ist eine tolle Sache für uns", sagte der Obmann des Fahrzeughandels Gustav Oberwallner. Bestätigt wird dies auch von General Motors (GM) und VW.

In den ersten drei April Tagen habe GM rund 500 Autos der Marken Opel, Chevrolet und Saab verkauft. Dies sei rund ein Drittel mehr als in "normalen Monaten", sagte Fritz Orasch von GM Österreich. Opel macht den bei weitem größten Teil der GM-Verkäufe in Österreich aus. Auch bei VW schnalzten die Verkaufszahlen in die Höhe. Die Prämie habe "eine starke Sogwirkung", sagte Porsche Austria-Konzernsprecher Hermann Becker. Es gebe "rege Nachfrage" nach den Modellen Polo und Golf.

Gefahr bei später Lieferung

Der Run auf die Verschrottungsprämie bereitet dem Autofahrerclub ARBÖ aber etwas Kopfschmerzen. Es gebe Fälle, wo das Auto erst im August geliefert wird und es dann vielleicht keine Prämie mehr gibt, sagte ARBÖ-Sprecherin Lydia Ninz. Dieses Problem sei aber schon erkannt worden und es gebe bereits Gespräche über eine Art "Reservierungssystem". Dies wurde auch von Oberwallner bestätigt. Aus dem Wirtschaftsministerium hieß es, dass dazu aber eine Gesetzesänderung notwendig sei.

"Ökoprämie"

Während die Gespräche über eine mögliche Abänderung der Verschrottungsprämie laufen, sind die Händler schon einen Schritt weiter. Bei GM werden unabhängig von der Lieferzeit bis auf Widerruf die 1500 Euro garantiert, bei VW läuft die Aktion bis Monatsende.

Die Verschrottungsprämie, die offiziell "Ökoprämie" heißt, gilt für Privat-Pkw, die vor dem 1. Jänner 1996 zugelassen wurden. Wer einen Neuwagen der Schadstoffklasse Euro-4 kauft bekommt für sein altes Auto mit "Pickerl" eine Prämie von 1.500 Euro. Die Prämie ist für 30.000 Fahrzeuge vorgesehen und wird bis Jahresende gelten, es sei denn, die budgetierten Mittel wären früher verbraucht. Vorgesehen sind dafür 45 Mio. Euro, wobei die Hälfte der Kosten von der Autobranche getragen werden. Oberwallner geht davon aus, dass die 30.000-er Marke im Herbst erreicht sein wird.

(APA)

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