Bereits 3.100 Anträge auf Verschrottungsprämie

APA (dpa)
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Der Ansturm auf die Verschrottungsprämie ist nach wie vor ungebrochen. Seit der Einführung am 1. April haben sich bis Dienstagvormittag mehr als 3.100 Autokäufer für die 1.500 Euro Prämie für ihr altes Fahrzeug entschieden. Bei den Händlern stößt die Maßnahme auf großen Anklang: "Die Prämie ist eine tolle Sache für uns", sagte der Obmann des Fahrzeughandels, Gustav Oberwallner, auf APA-Anfrage.

Bestätigt wird dies auch von General Motors (GM) und VW. In den ersten drei April Tagen hat GM rund 500 Autos der Marken Opel, Chevrolet und Saab verkauft. Dies sei rund ein Drittel mehr als in "normalen Monaten", sagte Fritz Orasch von GM Österreich. Opel macht den bei weitem größten Teil der GM-Verkäufe in Österreich aus. Auch bei VW schnalzten die Verkaufszahlen in die Höhe. Die Prämie habe "eine starke Sogwirkung", sagte Porsche Austria-Konzernsprecher Hermann Becker. Es gebe "rege Nachfrage" nach den Modellen Polo und Golf.

Der Run auf die Verschrottungsprämie bereitet dem Autofahrerclub ARBÖ aber etwas Kopfschmerzen. Es gebe Fälle, wo das Auto erst im August geliefert wird und es dann vielleicht keine Prämie mehr gibt, sagte ARBÖ-Sprecherin Lydia Ninz. Dieses Problem sei aber schon erkannt worden und es gebe bereits Gespräche über eine Art "Reservierungssystem".

Die Verschrottungsprämie, die offiziell "Ökoprämie" heißt, gilt für Privat-Pkw, die vor dem 1. Jänner 1996 zugelassen wurden. Wer einen Neuwagen der Schadstoffklasse Euro-4 kauft bekommt für sein altes Auto mit "Pickerl" eine Prämie von 1.500 Euro. Die Prämie ist für 30.000 Fahrzeuge vorgesehen und wird bis Jahresende gelten, es sei denn, die budgetierten Mittel wären früher verbraucht. Vorgesehen sind dafür 45 Mio. Euro, wobei die Hälfte der Kosten von der Autobranche getragen werden.

(APA)

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