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Ukraine-Krise: Schweden kauft U-Boote und Kampfflugzeuge

Swedish minesweeper HMS Kullen patrols the Stockholm Archipelago, searching for what the military says is a foreign threat in the waters.
Die schwedische HMS Kullen auf Patrouille vor Stockholm.REUTERS
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Das skandinavische Land erhöht die Rüstungsausgaben, um die Grenze besser vor möglichen Militäraktionen Russlands zu sichern. Kurz darauf startete Moskau erneut ein Manöver in der Ostsee.

Schweden rüstet angesichts des Ukraine-Konflikts und verstärkter russischer Aktivität im Ostseeraum auf: Mit den zusätzlichen umgerechnet rund 680 Millionen Euro sollen vor allem U-Boote und Truppen auf der strategisch wichtigen Insel Gotland finanziert werden. Das kündigte Verteidigungsminister Peter Hultquist an. Die verschlechterte Sicherheitslage vor allem wegen der russischen Aktivitäten zwinge Schweden dazu, seine Streitkräfte auf die Sicherung der Grenzen zu konzentrieren. Die Regierung will unter anderem bis zu 70 Kampfflugzeuge und auch U-Boote anschaffen.

Bestärkt dürfte sich das schwedische Verteidigungsministerium schon am Tag nach der Ankündigung gefühlt haben: Am Freitag Vormittag hat die russische Marine erneut ein Manöver in der Ostsee gestartet - mit scharfer Munition.

Ausdruck der erhöhten Nervosität in der Region war insbesondere die Jagd auf ein mutmaßliches U-Boot vor der schwedischen Küste im Oktober. Die Regierung hegt den Verdacht, dass es sich um ein russisches U-Boot handelte. Zudem kritisiert Schweden, das nicht in der Nato ist, dass russische Militärflüge den zivilen Luftverkehr in baltischen Raum gefährden.