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Teil-Sonnenfinsternis: Höhepunkt bei bester Sicht

Wiener Heldenplatz
Wiener HeldenplatzAPA/EPA/ROLAND SCHLAGER
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Eine partielle Sonnenfinsternis war am Vormittag von Österreich aus zu sehen, der Mond schob sich zwischen Erde und Sonne. Das Wetter spielte mit.

Partielle Sonnenfinsternis über Österreich: Am Freitagvormittag war mehr als zwei Stunden lang zu sehen, wie sich der Mond zwischen Erde uns Sonne schiebt. Den Höhepunkt erreichte die Finsternis um 10.36 Uhr (Bregenz) bzw. etwa zehn Minuten später in Wien. Die Sonne war maximal zu 63 Prozent bedeckt. Kurz vor Mittag war das Schauspiel wieder zu Ende.
 
Viele Österreicher nutzten die optimale Sicht, um die partielle Sonnenfinsternis mitzuverfolgen. Auch Bundespräsident Heinz Fischer verfolgte das Ereignis vom Wiener Heldenplatz aus. "Als Jugendlicher wollte ich gerne Astronomie studieren, die Weiten des Universums haben mich immer fasziniert und faszinieren mich heute noch", sagte Fischer.
 
Nur einen Steinwurf vom Heldenplatz entfernt fanden sich hunderte Interessierte am Maria-Theresien-Platz vor dem Naturhistorischen Museum Wien zum "Public Viewing" ein. Von Experten der Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie (WAA) wurde dort über alle Aspekte des Ereignisses und Möglichkeiten zur Beobachtung, auch ohne die rar gewordenen Schutzbrillen, informiert.

"Wien ist nicht blind": Wenige Patienten

Die zahlreichen Warnungen, dass ein Beobachten der Sonne ohne Schutzbrille ernsthafte Folgen haben kann, dürften - zumindest in Wien - gefruchtet haben: Lediglich einige wenige Patienten suchten ein Krankenhaus auf, um ihre Augen nach dem Blick in die Sonne untersuchen zu lassen, hieß es aus den  Spitälern. Zwar wurden im Wiener AKH bis Mittag "zwei bis drei" Patienten (so eine Sprecherin) behandelt, in anderen Krankenhäusern der Stadt gab es aber zu diesem Zeitpunkt niemanden, der Augenschäden aufgrund der Sonnenfinsternis befürchtete und dies abklären lassen wollte. "Ernste Schäden manifestieren sich oft erst später, aber es gab keinen Ansturm im Krankenanstaltenverbund", sagte Christoph Mierau, Unternehmenssprecher des Krankenanstaltenverbundes (KAV). "Wien ist nicht blind."
 
Die nächste von Österreich aus zu sehende Sonnenfinsternis findet erst am 10. Juni 2021 statt, diese ist wieder partiell, wobei die Bedeckung deutlich geringer sein wird als bei der aktuellen Finsternis. Die nächste totale Sonnenfinsternis über Österreich ist 2081 von Kärnten aus zu sehen. Die nächste von Wien aus zu sehende gibt es erst wieder 2227.
 
Der Verlauf der Sonnenfinsternis in Wien
Der Verlauf der Sonnenfinsternis in WienREUTERS



Kein Problem im Stromnetz

Das österreichische Stromnetz hat die Sonnenfinsternis gut überstanden. Auch in Deutschland, wo die Verdunkelung des Himmels als Belastung für die Netze galt, gab es bisher keine Probleme. Das, obwohl die Photovoltaik-Produktion binnen kürzester Zeit massiv eingebrochen ist. Auf den Stromverbrauch wirkte sich die Sonnenfinsternis kaum aus.

Eine Wolkendecke hat im entscheidenden Augenblick die Sicht auf die Totale Sonnenfinsternis auf den Färöer-Inseln versperrt. In Deutschland war der Himmel bis auf den Norden großteils klar. In London und in weiten Teilen Frankreich gab es lange Gesichter: Schlechtes Wetter vermieste den Blick auf das Naturphänomen.

(APA/Red.)