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Rapid auf Kurs - Austria bangt um Europa

SOCCER - BL, Rapid vs Groedig
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Baumgartner klagte nach 1:1 bei Admira über Schiedsrichter-Entscheidungen - "Luxusproblem" für Barisic

Der Ausgang des Wiener Fußball-Derbys in der Vorwoche hatte offenbar weder bei der Austria noch bei Rapid nachhaltige Folgen. Während sich die Hütteldorfer am Samstag beim 4:0 über Grödig gut erholt von der Niederlage gegen den Erzrivalen zeigten, konnte die Austria den Schwung nicht mitnehmen und musste sich bei Schlusslicht Admira mit einem 1:1 zufriedengeben.

Austria-Trainer Gerald Baumgartner zeigte sich danach zerknirscht. "Im Moment ist für uns eben nicht mehr drinnen. Wir haben viele Verletzte, dazu mussten wir auch noch gesperrte Spieler vorgeben", erklärte der Salzburger.

Baumgartner beklagte sich zudem über Fehlentscheidungen des Schiedsrichter-Teams. "Das Ergebnis ist sehr ärgerlich, denn beim Ausgleich war Schicker abseits. Außerdem ist uns vor der Pause ein Elfer vorenthalten worden."

Die sechstplatzierte Austria lag vor dem Sonntag-Match zwischen Salzburg und Sturm Graz nach Verlustpunkten gerechnet sechs Zähler hinter dem WAC und acht Punkte hinter den Steirern. Nur ein Platz unter den ersten vier garantiert ein Europacup-Ticket, es gibt aber noch den Hoffnungsanker Cup. Dort treffen die Violetten im Viertelfinale am 7. April auswärts auf den Erste-Liga-Club Kapfenberger SV.

Im Gegensatz zur Austria liegt Rapid klar auf Europacup-Kurs. Die Grün-Weißen verteidigten Rang zwei dank eines 4:0 vor eigenem Publikum gegen SV Grödig. Zwei schnelle Tore ebneten den Weg zu einem ungefährdeten Sieg der Hütteldorfer - dadurch musste sich Trainer Zoran Barisic nicht mehr wie in den vergangenen Partien über mangelnde Effizienz vor dem Tor ärgern. "Möglich, dass uns jetzt der Knopf aufgegangen ist", meinte der Wiener.

Barisic war erfreut darüber, dass sich seine Truppe nach der Derby-Pleite wieder in starker Verfassung präsentierte. "Die Mannschaft hat die richtige Reaktion auf den Ausrutscher in der letzten Woche gezeigt und eine gute Leistung geboten. Sie hat dort angeknüpft, wo sie im Derby in der 48. Minute leider aufgehört hat", erklärte der 44-Jährige.

Einmal mehr sprach Barisic das Luxusproblem an, mit dem er sich in den kommenden Wochen wohl auseinandersetzen muss. Da fast alle Spieler fit sind, hat der Wiener die Qual der Wahl und muss fitte Profis auf die Tribüne setzen. "Wir haben einen Kader, in dem fast alle Spieler auf einem Niveau sind. Das ist auf der einen Seite angenehm, auf der anderen Seite bereitet es mir Kopfzerbrechen", gab der Coach zu.

Seinem Club sitzt weiterhin Überraschungs-Aufsteiger SCR Altach im Nacken - nach dem 2:1 gegen Ried, dem siebenten Heimsieg in Folge, liegen die Vorarlberger nur aufgrund der schlechteren Tordifferenz hinter Rapid. "Es war ein Sieg der Einstellung und des Siegeswillens. Wir haben jetzt 42 Punkte und sind sehr, sehr glücklich", lautete der Kommentar von Trainer Damir Canadi.

Im Europacup-Rennen zurückgemeldet hat sich der WAC durch ein 2:0 vor eigenem Publikum gegen den SC Wiener Neustadt. "Der Sieg war verdient", meinte Trainer Dietmar Kühbauer. Für seinen Club war es erst der zweite Frühjahrssieg und gleichzeitig der zweite volle Erfolg in den jüngsten 13 Runden.