Brangelina: Die ewige Dreiecksbeziehung

(c) Reuters (Lucas Jackson)
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Sie bricht zusammen, er geht mit der Ex essen. Wie es Jolie, Pitt und Aniston wieder einmal gemeinsam in die Schlagzeilen schaffen.

Kaum ein prominentes Paar ist so glamourös wie sie. Gleichzeitig ist aber auch kaum ein Starcouple so vorhersehbar. News aus dem Hause Angelina Jolie und Brad Pitt passen nämlich verlässlich in eine von nur vier Schubladen: 1.) Adoptions- oder Kinderwunsch (gerne begleitet von einem Pitt-Sager à la „Ich will ein ganzes Fußballteam an Kindern“). 2.) Nachrichten über Charity-Projekte des Paares (bevorzugt: New Orleans), 3.) Gerüchte über Jolies Magersucht (samt Dementi der Managerin) oder 4.) Eifersucht. Paradebeispiel: Jolie ist eifersüchtig wegen Pitts ewiger Exfrau Jennifer Aniston (gerne kombiniert mit: Krise im Hause Brangelina).

Wobei, keine Frage, die Kategorien drei und vier die interessanteren sind. Auch weil das Schauspielerpaar diese nicht so steuern kann wie die ersten beiden Kategorien. Soeben haben Jolie und Pitt, nicht ganz freiwillig, die Themenbereiche drei und vier befüllt. Angelina Jolie ist nämlich während der Dreharbeiten zum Film „Salt“ (Regie: Phillip Noyce) in New York zusammengebrochen und musste vom Notarzt versorgt werden. Eine Erklärung für den Schwächeanfall war schnell gefunden: Jolies (angebliche) Magersucht. Gerüchteweise soll sie noch mehr abgenommen haben und kaum noch feste Nahrung zu sich nehmen. Auf Aufnahmen vom „Salt“-Set wirkt die 33-Jährige tatsächlich ziemlich dünn (aber tut sie das nicht immer?), sieht deutlich älter aus und ist überhaupt in ihrer Rolle als CIA-Agentin mit blonden Haaren und ungewohnter Frisur kaum erkennbar.

Boyfriend Brad Pitt wiederum (Kategorie vier) weilt wegen Jolies Dreharbeiten ebenfalls in New York und wurde kürzlich mit seiner Exfrau Jennifer Aniston beim gemeinsamen Essen im Hotel Waldorf Astoria gesehen.

Zwei Nachrichten innerhalb weniger Stunden, zwei Effekte: Zum einen ist das Timing für Pitt natürlich unschön, denn die News lesen sich so: Er geht mit der Ex essen, während seine Freundin am Set zusammenbricht. Was so gar nicht stimmt, da Jolies Kollaps zwar jetzt bekannt wurde, aber schon ein paar Tage zurückliegt.

Zweitens heißt Pitts Date mit seiner Exfrau, die gerade wieder Single ist, in der Promi-News-Logik natürlich so viel wie: Neuauflage der ewigen Dreiecksbeziehung Jolie/Pitt/Aniston. Dass die beiden Frauen einander nicht besonders mögen, ist bekannt. Jolie soll von Pitts Date mit der Ex erst im Nachhinein erfahren haben und „blind vor Wut, schockiert und verletzt“ gewesen sein, erzählte ein (wie üblich namenloser) Insider dem Portal „viply“. Was natürlich Berichte nährt, wonach es in der Brangelina-Großfamilie (aktueller Stand: drei adoptierte, drei leibliche Kinder) nicht mehr ganz so harmonisch läuft wie die Glückliche-Familie-Fotos glauben lassen.

Das Image des Paares könnte in Kürze auch ganz ohne Pitts Date mit Aniston Kratzer bekommen: Ein ehemaliger Leibwächter des Paares, Mickey Brett, will ein Enthüllungsbuch über seine Zeit bei den Jolie-Pitts schreiben. „In diesem Buch sage ich alles“, kündigt er an und meint damit: Sex, Skandale, Seitensprünge. Rechtliche Schritte muss er nicht fürchten, da er nie ein „Confidentiality Agreement“, einen Vertrag, der ihn zum Stillschweigen verpflichtet, unterschrieben hat. Im Vorjahr wurde der Bodyguard entlassen. Angeblich, weil Pitt so eifersüchtig auf ihn war. Womit wir wieder bei Kategorie vier wären.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.04.2009)

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