Autokrise: "Unter zehn Millionen wird der US-Markt nicht fallen"

Der BMW X6-M bei der New York International Auto Show
Der BMW X6-M bei der New York International Auto Show(c) Reuters (Eric Thayer)
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Die deutschen Autobauer BMW und Daimler zeigen sich optimistisch und setzen auf den Problem-Markt USA. Sie rechnen mit einer raschen Erholung: "Die Zeichen sind da", sagt der US-Chef von BMW.

Die deutschen Autobauer zeigen sich auf der New Yorker Automesse optimistisch. Während die US-Autobauer ums Überleben kämpfen, wollen die Deutschen mit sparsamen Motoren und Diesel-Technologie punkten. "Irgendwann werden auch die Amerikaner den Diesel akzeptieren", sagte der US-Chef von BMW, Jim O'Donnell, am Mittwochabend (Ortszeit) in New York laut "Financial Times Deutschland": "Wir geben nicht auf."

BMW sieht sich im Aufwind

BMW sieht sich auf dem drastisch eingebrochenen US-Automarkt ab Herbst wieder im Aufwind. "Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir ab September ein Wachstum zum Vorjahr sehen werden", sagte O'Donnell. "Die USA werden definitiv in absehbarer Zukunft der wichtigste Markt für die BMW-Gruppe bleiben."

Im März hatte der Hersteller in den Vereinigten Staaten erneut 24 Prozent weniger Autos verkauft als ein Jahr zuvor. Es kämen nun aber erstmals wieder mehr Kunden zu den Händlern, sagte O'Donnell. Zudem hätten die Preise für Gebrauchtwagen wieder angezogen. Dies sei ein Signal, dass die Neuwagen folgen würden. "Die Zeichen sind da".

Der BMW-Manager glaubt nicht, dass der gesamte US-Automarkt wie von einigen Experten befürchtet in diesem Jahr unter zehn Millionen verkaufte Wagen stürzen wird. "Diese Prognose ist zu pessimistisch." 2008 lag der Gesamtabsatz aller Hersteller in den USA bei 13,2 Millionen Autos.

Mercedes: "Nähern uns dem Tiefpunkt"

Auch Mercedes-Vertriebschef Klaus Maier sagt: "Ich denke, wir nähern uns dem Tiefpunkt. Ich denke, wir werden den Tiefpunkt in der zweiten Jahreshälfte 2009 erreichen". Er ist sich jedenfalls sicher: "Unter zehn Millionen wird der US-Markt dieses Jahr nicht fallen."

Zuletzt legte die Marke Mercedes-Benz auf 1,8 Prozent Marktanteil in den USA zu. Die deutschen Autobauer leiden unter der Absatzkrise bislang weniger als die Konkurrenz.

(Ag./Red.)

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