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They Agree to Disagree

Nach der Steuerreform ist vor der Pensionsreform.

Über den Kopf des Kanzlers hinweg trugen Wirtschaftsminister Mitterlehner und Sozialminister Hundstorfer, jeweils die Mundwinkel süffisant nach oben gezogen, gestern auf der Regierungsklausur ihr Match aus. Vorläufiges Endergebnis: We agree to disagree. Wir sind uns einig, nicht einig zu sein.

Hundstorfer meint, das Pensionssystem sei im Lot, Mitterlehner sagt, es fehlen à la longue zigmillionen Euro. Ein verbindliches Pensionsmonitoring soll diese Frage nun klären – Stichtag: 29.Februar 2016 (den Tag gibt es wirklich!). Leichter Vorteil für Mitterlehner also.

Und dann das Bonus-Malus-System: Hundstorfer will mehr Malus (für Unternehmer, die ältere Arbeitnehmer kündigen), Mitterlehner weniger. Auch hier ein Kompromiss am Horizont: geringere Lohnnebenkosten für Unternehmer.

„We agree to disagree“ könnte das Motto dieser Regierung sein. Und hat man das einmal verinnerlicht, ist der (minimale) Kompromiss nicht allzu fern.

E-Mails an: oliver.pink@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.03.2015)