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Uber-Österreich-Chef verlässt überraschend das Unternehmen

INTERVIEW MIT UBER-GENERAL-MANAGER JOHANNES WESEMANN
Johannes WesemannAPA/HERBERT PFARRHOFER
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Johannes Wesemann verlässt mit sofortiger Wirkung den Taxi-Konkurrenten Uber - angeblich "im besten Einvernehmen".

Uber-Österreich-Chef Johannes Wesemann mit sofortiger Wirkung das Unternehmen. Das berichtet die "Kleine Zeitung". Wesemann gehe "im besten Einvernehmen", so eine Uber-Sprecherin gegenüber der Zeitung. Das Unternehmen leitet vorübergehend Rasoul Daniel Jalali, der eigentlich die Geschicke des Konzerns in der Schweiz lenkt. Dem umstrittenen US-Unternehmen bläst auch in Österreich ein juristisch zunehmend stärkerer Gegenwind entgegen. So kündigte Christian Gerzabek, Obmann des Taxi- und Mietwagengewerbes, rechtliche Schritte gegen Uber an und auch die Wiener Funkzentralen haben sich diesbezüglich bereits in Stellung gebracht.

Wesemann hatte große Pläne

Der Abschied Wesemanns kommt überraschend. Seit dem Vorjahr leitete er den Taxikonkurrenten Uber in Österreich. Im Gespräch mit der APA verriet Wesemann noch Ende Jänner seine Pläne für 2015. Mittelfristig wollte er mit der Stadt beziehungsweise den Wiener Linien kooperieren. Die Reglements im Beförderungsgewerbe bezeichnete er als "völlig idiotisch".

In Wien zähle man inzwischen eine fünfstellige Zahl an registrierten Usern, rund die Hälfte davon fahre regelmäßig - also ein- bis zweimal pro Woche - mit Uber. Bei den regelmäßigen Fahrern sei man derzeit "gerade nicht dreistellig", so Wesemann. Für 2015 hatte Wesemann ambitionierte Pläne: "Wir wollen Fahrten und Umsätze monatlich um 25 bis 30 Prozent durchschnittlich steigern".

Umstrittener Taxi-Konkurrent

Das Konzept hinter Uber: Das Unternehmen betreibt selbst keinen Fuhrpark, sondern stellt Mietwagenanbietern eine Vermittlungssoftware zur Verfügung, dafür müssen sie sich an vorgegebene Tarife halten und einen Teil des Umsatzes abführen. Kunden können über die App einen Wagen bestellen.

Der Fahrdienst ist international umstritten. Vor allem das hierzulande nicht angebotene Produkt UberPOP, bei dem auch Privatpersonen als Fahrer dienen, wurde in diversen Städten gerichtlich untersagt.

>>> Bericht in der "Kleinen Zeitung"

(APA/Red.)