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Karl Moik ist tot

Karl Moik nimmt Abschied
(c) dpa/dpaweb
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Der Begründer des "Musikantenstadl" starb im Alter von 76 Jahren in Salzburg. Moik moderierte von 1981 bis 2005 die volkstümliche Unterhaltungssendung.

Karl Moik ist tot. Der Begründer und langjährige Moderator des "Musikantenstadl" starb im Alter von 76 Jahren. Er starb am Donnerstag in den Morgenstunden in einer Salzburger Klinik. Er war dort seit drei Wochen wegen Nierenproblemen in Behandlung. Moik hatte im März 2014 in Köln einen lebensbedrohlichen Herzinfarkt erlitten. Bei der anschließenden Operation soll es zu Komplikationen gekommen sein. Im Juni 2014 wurde Moik neuerlich in die Intensivstation nach Salzburg gebracht, im Jänner 2015 ein weiteres Mal.

Ab 1981 "Stadl"-Moderator

1973 moderierte Moik erstmals für den österreichischen Rundfunk die "Volkstümliche Hitparade", ab 1981 den "Musikantenstadl", den er 1980 für den ORF konzipierte. Von Anfang wurde ihm der Humorist Erich Mathias "Hias" Mayer zur Seite gestellt. Die beiden sorgten zwischen den musikalischen Beiträgen für witzige Dialoge. "Hias", der 2007 starb, war bis 1991 Bestandteil der Sendung.

"Musikantenstadl" gastierte auch in China

Die volkstümliche Unterhaltungssendung wurde zu einem großen Erfolg. In den 1980er-Jahren lockte die Sendung regelmäßig mehr als drei Millionen Österreicher und ein Vielfaches an Deutschen vor die Fernsehschirme.

Der "Musikantenstadl" gastierte auch in nicht-deutschsprachigen Ländern, zum Beispiel in Südafrika und China. Moik war einer der populärsten TV-Entertainer und wurde auch von seinem Kollegen Peter Alexander parodiert.

Beim "Silvesterstadl" am 31. Dezember 2005 verabschiedete sich Karl Moik zum letzten Mal von seinem Publikum mit "Servas, pfiat Gott und auf Wiedersehen". Sein Nachfolger wurde Andy Borg, der selbst oftmals im "Stadl" zu Gast war.

Karl Moik mit seinem "Stadl"-Nachfolger Andy Borg.
(c) ORF (Ali Schafler)

>> Reaktionen auf den Tod von Karl Moik

Karl Moik

  • Karl Moik wurde am 19. Juni 1938 in Linz geboren. Er erlernte den Beruf des Werkzeugmachers, versuchte sich aber in den 1960ern auchs als Sänger volkstümlicher Lieder. In den 1970ern debütierte er im Rundfunk. Zunächst moderierte er die "Volkstümliche Hitparade" für den ORF-Oberösterreich. 
  • Große Bekanntheit erlangte Karl Moik als Erfinder und Moderator des "Musikantenstadl". Er konzipierte 1980 die Sendung für den ORF. Die volkstümliche Unterhaltungssendung lief erstmals 1981, ab 1983 auch im deutschen Fernsehen. Bis 2005 war Moik das Gesicht der erfolgreichen Samstagabendshow.
  • Neben dem "Stadl" moderierte Moik bis 1999 auch den "Grand Prix der Volksmusik".
  • 2003 erhielt Moik das Große Goldene Ehrenzeichen der Stadt Linz, 2004 den Berufstitel "Professor".
  • In den vergangenen Jahren hatte Karl Moik gesundheitliche Probleme. Im März des Vorjahres erlitt er einen lebensbedrohlichen Herzinfarkt und musste in den letzten Monaten mehrmals in die Klinik gebracht werden. Am 26. März verstarb Moik 76-jährig in Salzburg.

(Red.)