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EU: Ende der Einheitsgröße bei Verpackungen

Preischaos im Supermarkt?
(c) Bilderbox (Erwin Wodicka)
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Mit dem heutigen 11. April fällt EU-weit die Regelung für einheitliche Verpackungsgrößen. Lebensmittel dürfen künftig in beliebigen Mengen angeboten werden. Kritiker befürchten Preisfallen.

Mit dem heutigen 11. April fällt die EU-Regelung zur Einheitsgröße von Verpackungen. Damit können Hersteller etwa Milch, Schokolade und Mehl in beliebig größen Mengen abgeben. Kritiker befürchten, dass mit dem Wegfallen der verlässlichen Standardgrößen "Mogelpackungen" Tür und Tor geöffnet werden.

Die neuen flexiblen Verpackungsgrößen gelten aber nicht für alle Produkte. Wein, Schaumwein und Spirituosen sind etwa ausgenommen. Beispielsweise Zahnpasta, Mineralwasser, Butter, Milch, Schokolade und Zucker dürfen aber künfig in beliebig großer Verpackung angeboten werden. Damit der Preisvergleich dennoch möglich ist, müssen Geschäfte auch weiterhin den Grundpreis ausweisen, der den Preis für eine Grundmenge von beispielsweise einem Kilogramm angibt. Dieser ist auf den Preisschildern aber oft nur klein aufgedruckt. Ab Samstag müssen die Kunden also noch genauer schauen, meint der Verein für Konsumenteninformation (VKI).

Kritiker fürchten, dass die neue Regelung zu Preisfallen führen wird. Wenn beispielsweise die Rohstoffpreise steigen, könnte sich as künftig nicht direkt sichtbar im Preis des Endproduktes niederschlagen, sondern weniger auffällig in der abgegebenen Menge. Statt 100 Gramm Schokolade um 1,99 Euro, würde es um denselben Preis also etwa nur noch 80 Gramm geben. Dass durch die Verpackungsgröße meht Inhalt vorgetäuscht wird, also "Mogelpackungen" angeboten werden, schließt die Arbeiterkammer aus. Hier gebe es ein Gesetz, das das unterbindet. Hefitige Kritik kommt vom BZÖ: "Gerade ältere Österreicher können die winzigen Grundpreisauszeichnungen nicht mehr lesen und werden durch Mogelpackungen getäuscht", meint Ewald Stadler.

(Red.)