Das Außenministerium rät derzeit "von nicht notwendigen Reisen" in den Großraum Bangkok ab. Aufenthalte in den touristischen Gegenden des Landes seien "derzeit problemlos".
Von den Auseinandersetzungen in Thailand sind offenbar bisher keine Österreicher unmittelbar betroffen. "Weder beim Bürgerservice in Wien noch bei der österreichischen Botschaft in Bangkok sind Anrufe von derzeit sich in Thailand aufhältigen Personen eingelangt", sagte Außenministeriums-Sprecher Peter Launsky-Tieffenthal am Montag gegenüber der APA. Melden würden sich dagegen Menschen, die einen Thailand-Urlaub geplant haben.
Reisen in Touristen-Regionen "problemlos"
Diesen rät das Außenministerium wegen des derzeit hohen Sicherheitsrisikos "von nicht notwendigen Reisen" in den Großraum Bangkok ab. Auslandsösterreichern und Thailand-Reisenden wird empfohlen, sich über die regelmäßig aktualisierten Reiseinformationen des Ministeriums und über lokale Medien auf dem Laufenden halten.
Demonstrationen bzw. größere Menschenansammlungen sollten sie unbedingt vermeiden. Aufenthalte in den touristischen Gegenden des Landes seien "derzeit problemlos", sagte der österreichische Botschafter in Thailand, Arno Riedel, gegenüber dem ORF-Fernsehen.
Keine offizielle Reisewarnung
Eine offizielle Reisewarnung, wie vom BZÖ gefordert, hat das Außenamt in Wien nicht ausgegeben. BZÖ-Generalsekretär Martin Strutz hatte zuvor in einer Presseaussendung kritisiert, dass sich Außenminister Michael Spindelegger (ÖVP) weigere, eine solche auszusprechen. Denn mit einer Reisewarnung würde er die rechtliche Grundlage dafür schaffen, dass "zu Recht besorgte Urlauber ihre geplante Reise ohne finanzielle Verluste stornieren können", meinte Strutz.
Dieser Darstellung widerspricht Launsky-Tieffenthal: "Es gibt keinen rechtlichen Zusammenhang zwischen einer Reisewarnung und einem Storno." Das Argument, wonach die Reisehinweise des Außenministeriums Grundlage für ein Gratis-Storno seien, wies der Sprecher als "Falschinformation" zurück. "Dies trägt nur zur Verunsicherung der Bevölkerung bei." Außenminister Spindelegger lasse sich stündlich über die Entwicklungen in Thailand informieren, ergänzte Launsky-Tieffenthal.
(APA)