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Noch ein Monat bis zur Zentralmatura

(c) Fabry
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An den Gymnasien startet am 5. Mai die erste verpflichtende Zentralmatura. Erstes Prüfungsfach für 19.200 Maturanten ist Deutsch.

In einem Monat ist es soweit: An den AHS startet am 5. Mai die erste österreichweite Zentralmatura mit den Klausuren im Fach Deutsch. Dabei müssen alle 19.200 Maturanten an den selben Tagen idente, zentral vorgegebene Aufgaben lösen. Korrigiert werden diese aber weiter vom Klassenlehrer nach einem standardisierten Raster. Abgeschlossen wird die Zentralmatura am 13. Mai mit Latein und Griechisch.

Die (schriftliche) Zentralmatura ist Teil der neuen Reifeprüfung, die ansonsten noch aus der vorwissenschaftlichen Arbeit (inklusive Präsentation) sowie der mündlichen Matura besteht. Für die schriftliche AHS-Reifeprüfung müssen sich die Maturanten entscheiden, ob sie in drei oder vier Fächern antreten wollen - je nachdem sind dann mündlich zwei oder drei Prüfungen zu absolvieren.

Mathe, Deutsch, Sprache als Pflicht

Verpflichtend sind schriftliche Klausuren in Deutsch, Mathematik und einer lebenden Fremdsprache, der vierte Gegenstand kann eine weitere lebende Fremdsprache, Latein, Griechisch, Darstellende Geometrie, Physik, Musik, Sport, Biologie, Bildnerische Erziehung oder ein schulautonomer Gegenstand sein. Für einige Gymnasien gibt es wegen einer anderen Unterrichtssprache Sonderregeln (Slowenisches Gymnasium in Klagenfurt, Zweisprachiges Gymnasium in Oberwart).

Die Aufgaben bei der Zentralmatura werden vom Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie) vorgegeben. Einschränkung: Nicht alle Fächer werden zentral abgeprüft - mit Deutsch, Mathematik, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Latein und Griechisch (sowie auch Slowenisch, Ungarisch und Kroatisch an den beiden Schulen mit Sonderregeln) ist das aber bei einem Großteil der Klausuren der Fall. In allen anderen Fächern erstellen nach wie vor die Klassenlehrer die Aufgaben.

Gestartet wird mit Deutsch

Die Prüfungen in den Fächern mit Zentralmatura finden österreichweit zur selben Zeit statt. Begonnen wird mit Deutsch am 5. Mai, gefolgt von Englisch (6.), Spanisch bzw. den Volksgruppensprachen (jeweils 7.), Französisch (8.), Mathematik (11.), Italienisch (12.) sowie Latein bzw. Griechisch (13. Mai). Die Klausuren dauern 270 Minuten (Ausnahme: Deutsch bzw. andere Unterrichtssprache mit 300 Minuten), die Beispiele werden am Tag nach der Prüfung auf der Bifie-Homepage veröffentlicht.

Die zentralen Reifeprüfungen in den Fremdsprachen sind übrigens nicht komplett gleich: Die Aufgabenstellungen orientieren sich an der jeweiligen Ausbildungsdauer (drei, vier, sechs oder acht Jahre) und sind daher nur innerhalb der gleichen Ausbildungszeit ident - jene Klassen, die also etwa sechs Jahre Französisch-Unterricht hatten, erhalten andere Aufgaben als jene mit vier Jahren.

Kompensationsprüfungen möglich

Negativ beurteilte Klausuren müssen grundsätzlich an einem der nächsten Maturatermine wiederholt werden. Allerdings haben die Schüler die Möglichkeit, sich Fünfer mit mündlichen "Kompensationsprüfungen" auszubessern. Die Entscheidung dazu müssen sie bis spätestens drei Tage nach Bekanntgabe der negativen Beurteilung treffen.

Die Kompensationsprüfungen finden am 1. und 2. Juni statt. Bei Fächern mit Zentralmatura werden auch die Aufgaben für die Kompensationsprüfungen vom Bifie erstellt. Die Prüfungen selbst dauern höchstens 25 Minuten und werden vom Fachlehrer der jeweiligen Klasse sowie einem Beisitzer abgenommen. Eine negative Note auf die schriftliche Matura hat keinen Einfluss auf die mündliche Reifeprüfung: Zu dieser können die Kandidaten in jedem Fall antreten.

BHS folgen kommendes Jahr

An den berufsbildenden höheren Schulen (BHS) wird die neue Matura - mit einigen Unterschieden zu den AHS - erst ab 2015/16 verpflichtend. Allerdings erproben an 93 BHS bereits heuer rund 7000 Schüler im Rahmen von Schulversuchen die Zentralmatura in einem oder mehreren Fächern.

(APA)