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Song Contest 2015: Polen

VORBERICHTERSTATTUNG ZUM 60. SONG CONTEST / POLENS TEILNEHMERIN MONIKA KUSZYNSKA
(c) APA/PAP/STACH LESZCZYNSKI (STACH LESZCZYNSKI)
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Für Polen tritt heuer Monika Kuszynska mit "In The Name Of Love" an den Start. Die 35-Jährige sitzt seit einem Autounfall vor neun Jahren im Rollstuhl.

Polen nimmt heuer zum 18. Mal am Eurovision Song Contest (ESC) teil. Das Land war seit 1994 zwar fast durchgehend bei dem Wettbewerb vertreten, doch konnte es sein starkes Debüt bisher noch nicht übertreffen. Diesen Erfolg konnte Edyta Gorniak mit dem Titel "To Nie Ja!" für sich verbuchen, die Sängerin belegte damals in Dublin den zweiten Platz.

In den vergangenen zehn Jahren blieb Polen sechs Mal im Semifinale zurück und im Finale reichte es auch nie für einen Platz unter den besten Zehn. Immerhin konnten im Vorjahr in Kopenhagen das Duo Donatan und Cleo mit dem Titel "My Slowianie - We Are Slavic" das große Finale erreichen. Dort landeten die beiden auf Platz 14. Heuer tritt Monika Kuszynska mit "In The Name of Love" an.

Seit 2006 im Rollstuhl

Mit einer sehr persönlichen Geschichte geht Monika Kuszynska an den Start. Die Sängerin, die vom Sender TVP nach einem internen Auswahlprozess als Kandidatin vorgestellt wurde, sitzt seit einem Autounfall 2006 im Rollstuhl. Dass sie ihre Gesangskarriere aber keineswegs aufgegeben hat, zeigt sie mit "In The Name of Love" im zweiten Semifinale. Sie schrieb den Text selbst, die Musik komponierte ihr Ehemann Kuba Raczynski.

In dem emotionalen Popsong heißt es folglich: "Lasst uns Brücken bauen, von Herz zu Herz, im Namen der Liebe". Das offizielle Video zeigt die Sängerin u.a. bei diversen Auftritten vor ihrem Unfall. "Ich versuche mit meiner Kunst die Welten von Menschen mit und ohne Behinderungen zu verbinden", wird Kuszynska auf der ESC-Seite www.eurovision.tv zitiert.

2003 war sie mit der Band Varius Manx bei der polnischen Vorausscheidung zum Song Contest angetreten, konnte sich mit dem Titel "Sonny" nicht durchsetzen.

Polens ESC-Geschichte:

Bestes Ergebnis:

  • 1994: Edyta Gorniak - To Nie Ja! (Platz zwei)

Schlechtes Ergebnis (seit Einführung der Halbfinali und Neuregelung 2008)

  • 2011: Magdalena Tul - Jestem (Platz 19 im Semifinale)

>> DiePresse.com/SongContest

(APA)