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Hillary Clinton will US-Präsidentin werden

(c) REUTERS (MIKE SEGAR)
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Die frühere First Lady und Außenministerin will für das US-Präsidentenamt kandidieren. Das bestätigen Funktionäre ihrer Demokratischen Partei am Freitag.

Nach monatelangen Spekulationen um ihre Zukunft will die ehemalige US-Außenministerin Hillary Clinton am Sonntag ihre Kandidatur für die Präsidentschaftswahlen 2016 bekannt geben. Das bestätigten Funktionäre ihrer Demokratischen Partei am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Die geplante Ankündigung war zuvor bereits über Medien gestreut worden.

Clintons Ehemann Bill war von 1993 bis 2001 US-Präsident. Die 67-jährige Hillary Clinton war unter dem derzeitigen Präsidenten Barack Obama von 2009 bis 2013 Außenministerin der USA. Sie gilt nun als aussichtsreichste Bewerberin um die Nominierung ihrer Partei für das höchste Staatsamt. Nach den parteiinternen Vorwahlen ab Jänner 2016 müsste sie sich im Fall ihrer Nominierung im November nächsten Jahres einem republikanischen Gegenkandidaten stellen.

Medienberichten zufolge werde die 67-jährige Demokratin ihre Ankündigung am Sonntagmittag (Ortszeit, 18 MESZ) auf Twitter machen, gefolgt von einem Video und einer Mitteilung per E-Mail. Dann sollen ein paar kleinere Wahlkampf-Veranstaltungen folgen, unter anderem in den US-Staaten Iowa und New Hampshire.

Aussichtsreiche Kandidatin der Partei

2008 war sie in den demokratischen Vorwahlen am heutigen Amtsinhaber Barack Obama gescheitert. Vor einigen Wochen hatten sie Vorwürfe aus ihrer Zeit im State Department (2009-2013) eingeholt, in der sie offizielle E-Mails ausschließlich von ihrem privaten Mailkonto abwickelte.

Zuletzt wurden pikante Details aus ihrem Privatleben mit Ehemann Bill bekannt. Diesen soll sie wegen seiner Affäre mit der Praktikantin Monica Lewinsky so stark mit einem Buch geschlagen haben, bis er am Kopf blutete. Das und andere Details enthüllt die Journalistin Kate Anderson Brower in einem neuen Buch über das Weiße Haus.

Bei den Republikanern haben bereits der texanische Senator Ted Cruz sowie Rand Paul, Senator aus Kentucky, offiziell ihren Hut in den Ring geworfen. Am Montag könnte in Miami zudem Senator Marco Rubio aus Florida ankündigen, ins Rennen ums Weiße Haus einzusteigen.

(APA/dpa)