Neun Prozent weniger Pkw-Zulassungen in Europa

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Auto(c) AP (Mark Lennihan)
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In Österreich betrug das Minus 11,5 Prozent, in Deutschland stieg die Zahl wegen der Verschrottungsprämie um fast vierzig Prozent. Die stärksten Einbußen verzeichnet BMW.

Die Pkw-Neuzulassungen sind in Europa im März den elften Monat in Folge zurückgegangen. Das Minus betrage 9,0 Prozent, teilte der Verband der europäischen Automobilhersteller (ACEA) am Donnerstag in Brüssel mit. Dabei profitierte die Branche im Vergleich zum Vorjahresmonat noch von drei zusätzlichen Arbeitstagen - die Osterfeiertage waren im Vorjahr in den März gefallen.

Angetrieben von der Abwrackprämie verbuchte Deutschland ein Plus von 39,9 Prozent. Dagegen verzeichneten Großbritannien (-30,5 Prozent), Spanien (-38,7) und die neuen EU-Mitgliedsländer (-25,4) einen starken Rückgang. In Westeuropa ging die Nachfrage dank der hohen Wachstumsrate auf dem deutschen Markt lediglich um 8,0 Prozent zurück. Insgesamt wurden in Gesamteuropa im März mehr als 1,5 Mio. neue Wagen in den Verkehr gebracht.

Skoda plus 10 Prozent

In Österreich sank die Zahl der Pkw-Neuzulassungen im März wie bereits berichtet um 11,5 Prozent auf 26.477 Stück, bereinigt nach Arbeitstagen sogar um 16,6 Prozent.

Von den deutschen Marken verzeichnete BMW in Europa die größten Einbußen. Der Absatz sank um 20,8 Prozent auf 73.904 Autos. Beim Wettbewerber Daimler gingen die Verkäufe mit minus 14,6 Prozent auf 71.531 Wagen weniger stark zurück. Dank der Abwrackprämie schlug sich Europas größter Autobauer Volkswagen mit einem konzernweiten Minus von 0,3 Prozent auf 304.257 Fahrzeuge deutlich besser - dabei legte die VW-Tochter Skoda um 10,6 Prozent zu. Die GM-Tochter Opel mit der britischen Schwestermarke Vauxhall lag mit knapp 20 Prozent im Minus bei 117.993 Einheiten.

(APA)

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