Die Volksbank AG (ÖVAG) hat eine neue Führungsspitze. Der Aufsichtsrat hat am Donnerstagabend Gerald Wenzel zum neuen Generaldirektor des Volksbanken-Spitzeninstituts ernannt. Wenzel, zuletzt Chef der Volksbank Baden-Liesing-Mödling, folgt ab 1. Mai dem zurück getretenen Frank Pinkl nach. Zum neuen Vize wurde der Deutsche Michael Mendel ernannt.
Er sitzt seit Jahresbeginn 2009 als Risikochef (Chief Risk Officer) im ÖVAG-Vorstand und wird ab 1. Mai zusätzlich Generaldirektor-Stellvertreter.
Mit Wenzel hat die im Mehrheitseigentum der lokalen Volksbanken stehende ÖVAG wieder einen niederösterreichischen Bankendirektor zu ihrem Chef gemacht. Wenzel, geborener Wiener, ist seit 1981 in unterschiedlichen Führungsfunktionen im Volksbanken Sektor sowie in der Volksbank AG tätig.Mendel startete seine Bank-Karriere bei der Bayrischen Vereinsbank in München. Es folgten Top-Positionen wie Risikochef bei der HVB und der Bank Austria sowie Aufsichtsratsvorsitzender der Bank Austria. Der 51-jährige Münchner hat es als familienfremder Manager nicht auf den ÖVAG-Chefsessel geschafft. Er galt außerdem als Wunschkandidat des alten Vorstands.
Der scheidende ÖVAG-Boss Pinkl ist nach einem monatelangen sektorinternen Streit über die Neuausrichtung der Bank nach dem Kommunalkredit-Debakel per Ende April zurückgetreten. Der 53-Jährige wechselt mit 1. Juni an die Spitze der Kärntner Hypo Alpe Adria Bank.
Mit der Neubesetzung der ÖVAG gibt es auch im Aufsichtsrat eine Personalrochade. Walter Zandanell (50) wird seinen Vorsitz im Aufsichtsrat mit Auslaufen seiner Funktionsperiode Ende Mai zurücklegen und den Volksbank-Generalanwalt und Volksbank-Salzburg-Chef Hans Hofinger (59) als seinem Nachfolger vorschlagen.
(APA)