Den ATX zerlegt's – CA Immo und Immofinanz noch mehr

Die Wiener Börse hat am Freitag im Mittagshandel im tiefroten Bereich notiert.

Der ATX wurde um 12.00 Uhr mit 2.586,47 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 48,52 Punkten bzw. 1,84 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -0,55 Prozent, FTSE/London +0,03 Prozent und CAC-40/Paris -1,34 Prozent.

In einem schwachen europäischen Börsenumfeld zeigte sich der heimische Leitindex mit besonders deutlichen Abschlägen. Nachdem er bereits in der Verlustzone eröffnet hatte, verlor er am Vormittag weiter und drehte in den tiefroten Bereich ab. Impulse durch Konjunkturdaten blieben Mangelware, der Streit um die Krise in Griechenland wird jedoch weiter genau verfolgt. Im Land selbst sind die Bankeinlagen griechischen Medienberichten zufolge auf den niedrigsten Stand seit Ausbruch der Krise gesunken. Am Nachmittag könnten Inflationsdaten aus den USA für Bewegung sorgen. Sie sind für Anleger vor allen in Hinblick auf die bevorstehende Zinswende von Interesse.

In Wien wurde ein weiteres Kapital im Übernahmestreit zwischen CA Immo und Immofinanz aufgeschlagen: Die CA Immo ist mit ihrem Angebot für 15 Prozent der Immofinanz-Aktien gescheitert - sie konnte sich nur weitere 1,57 Prozent sichern und hält damit insgesamt 6,08 Prozent. Schon am Vortag ist bekannt geworden, dass die Immofinanz ihr geplantes Gegenangebot für bis zu 29 Prozent der CA-Immo-Aktien abgeblasen hat. Seit 11 Uhr läuft zudem eine außerordentliche Hauptversammlung der Immofinanz.

Die Anleger reagierten auf die Nachrichten alles andere als erfreut, beide Werte notierten im Mittagshandel mit deutlichen Abschlägen: Die Immofinanz-Papiere gaben um 3,36 Prozent auf 2,73 Euro nach, für CA-Immo-Aktien ging es um 3,35 Prozent auf 16,57 Euro abwärts.

Unter den wenigen Titeln, die sich in der Gewinnzone halten konnten, waren die Anteilsscheine der conwert. Zuletzt notierten sie mit einem Plus von 0,09 Prozent bei 11,21 Euro. Am Vortag hatte sie über zweieinhalb Prozent verloren und waren als schwächster Wert im prime market aus dem Handel gegangen, nachdem die Immobiliengesellschaft Deutsche Wohnen mit ihrer geplanten Übernahme gescheitert war.

Moderate Verluste wiederum fuhr die Post-Aktie ein, die zuletzt mit Abschlägen von 0,43 Prozent bei 46,55 Euro notierte. Die Analysten von JPMorgan haben ihr Kursziel für die Titel von 35,00 auf 41,00 Euro erhöht, gleichzeitig aber ihre Empfehlung "Underweight" bestätigt. Zwar sei das Unternehmen ein "grundsolider Postdienstleister", anderswo gäbe es jedoch mehr Aufwärtspotenzial, hieß es zur Begründung.

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