Wiener Börse am Abend: ATX mit starkem Wochenausklang

Der Quartalsbericht der Citigroup, der über den Erwartungen ausfiel, trieb die Kurse an. Die Aktien von Wienerberger kletterten um 12,2 Prozent nach oben.

Der heimische Aktienmarkt konnte im Späthandel immer weiter in die Gewinnzone vorrücken. Dabei trieb der Quartalsbericht der Citigroup, der über den Erwartungen ausfiel, die Kurse an. Zuvor hatte der Verfallstermin bei einzelnen Werten wie Palfinger für Kursgewinne und hohe Umsätze gesorgt. In den Fokus gerieten nachrichtenlos die Aktien von Wienerberger. Die Titel kletterten mit einem Kursgewinn von 12,15 Prozent auf 8,49 Euro an die ATX-Spitze.

Die Wiener Börse hat die Sitzung am Freitag bei gutem Volumen mit deutlich höheren Notierungen beendet. Der ATX stieg 53,56 Punkte oder 2,88 Prozent auf 1.914,24 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 36 Punkte über der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 1.878 Punkten.

Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr MEZ: Dow Jones/New York +0,09 Prozent, DAX/Frankfurt +1,46 Prozent, FTSE/London +0,98 Prozent und CAC-40/Paris +1,77 Prozent.

Stärkster heimischer Blue-Chip waren voestalpine mit einem Aufschlag von 7,72 Prozent auf 15,35 Euro, die damit ihre Aufwärtstendenz vom Vortag fortsetzten. Bereits am Donnerstag hatte eine Hochstufung des europäischen Stahlsektors durch Credit Suisse die Titel nach oben schießen lassen.

OMV als Verlierer

Dagegen fielen OMV ans untere Ende des Kurszettels zurück. Die Papiere verloren 4,01 Prozent auf 24,18 Euro. OMV berichteten Zahlen zur Ölfördermenge im ersten Quartal. Den Analysten von Sal. Oppenheim zufolge haben die Zahlen keine Überraschung gebracht. Sie bestätigten im Anschluss an die Veröffentlichung ihre Anlageempfehlung "Neutral" und den Fair Value von 24,30 Euro für die Papiere der OMV.

Telekom Austria verbesserten sich um 7,45 Prozent auf 12,40 Euro und zogen damit allein den ATX um mehr als 21 Punkte nach oben. Die Bankenwerte konnten nicht von dem geringer als erwartet ausgefallenen Quartalsverlust der Citigroup profitieren, sie schlossen auf einem ähnlichen Niveau wie vor der Veröffentlichung der Zahlen. Erste Group stiegen um 1,92 Prozent auf 15,95 Euro und Raiffeisen International erhöhten sich leicht um 0,52 Prozent auf 26,99 Euro.

Palfinger, für die während des Verfallstermins Kaufinteresse in den Markt kam, kletterten um 10,22 Prozent auf 11,00 Euro nach oben. Zu den Aktien gab es auch einen Analystenkommentar. Die UBS-Experten haben die Aktie von Palfinger von "Sell" auf "Neutral" hochgestuft. Das Kursziel erhöhen sie von 8,00 auf 10,50 Euro.

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