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Viel Lärm um einen Platz auf der Warteliste

Woman uses Apple Watch on display at electronics store in Tokyo
(c) REUTERS
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Apple liefert Smartwatch aus. Käufer müssen warten.

Cupertino. Beyoncé Knowles trägt sie bereits. Karl Lagerfeld auch. Und einige andere Auserwählte ebenso. Einzig die Masse, die dem Apple-Konzern mit dem Kauf des neuen Minicomputers im Uhrenformat ein Milliardengeschäft bringen soll, darf nach der Smartwatch vorerst nur gieren. Und sich online in eine Warteliste, die bis Juni reichen könnte, eintragen. In den Apple Stores nämlich wird das Produkt bis dahin nicht angeboten. Und das, obwohl die Auslieferung gestern begonnen hat. Produktionsengpässe oder bewusste Bewerbungsstrategie? So oder so bringt Apple seinen Vorstoß in eine neue Produktkategorie ins Gespräch. Der letzte mit dem iPad-Tablet liegt schon fünf Jahre zurück.

Marktforscher trauen dem iPhone-Konzern zu, die bisherigen Verkäufe der Konkurrenz im Geschäft mit Computeruhren schnell zu übertreffen. Im Moment hat in diesem Segment noch Samsung die Nase vorn.

 

Milliardenmarkt entsteht

Bei Apple kostet die günstigste Sportvariante 399 Euro. Die Preise für die goldene Editionversion beginnen – bei gleicher Technik – bei 11.000 Euro.

Wie es tatsächlich um die bisherigen Verkaufszahlen bestellt ist, ließ Apple offen. Überhaupt wolle man die Zahlen zur Uhr in der Rubrik „sonstiges Geschäft“ verstecken, hieß es: Man wolle der Konkurrenz keine Hinweise geben.

JP Morgan Chase prognostiziert, dass bis Jahresende 26,3 Mio. Apple-Uhren weltweit verkauft werden. Allied Market Research meint, der Markt für die internetverbundenen Uhren werde bis 2020 um 50 Prozent pro Jahr auf schließlich 33 Mrd. Dollar (30,7 Mrd. Euro) wachsen. (ag./red.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 25.04.2015)