Weiter Gerüchte über Fiat-Interesse an Opel

Die Gerüchte über ein Interesse von Fiat an Opel brechen nicht ab: Nach italienischen Zeitungen berichtete am Wochenende auch ein amerikanisches Branchenmagazin über ein Interesse der Italiener an der deutschen General-Motors-Tochter. Fiat erwäge neben einer Zusammenarbeit mit Chrysler eine Allianz mit Opel einzugehen, hieß es in "Automotive News" unter Berufung auf Kreise.

Demnach führen die Italiener und der nach eigenen Angaben kurz vor der Insolvenz stehende GM-Konzern erste Gespräche. Fiat wäre damit einer von mehr als sechs Unternehmen und Finanzinvestoren, die nach Angaben von GM-Chef Fritz Henderson ernsthaftes Interesse an Opel zeigen.

Fiat-Verwaltungsratschef Luca de Montezemolo hatte am Freitag noch einen Medienbericht zurückgewiesen, wonach der Autobauer als Alternative zu Chrysler ein Auge auf Opel geworfen hat. Auf einen entsprechenden Artikel in der italienischen Tageszeitung "Corriere della Sera" angesprochen sagte Montezemolo: "Darüber wurde in den Zeitungen geschrieben? Nein, Nein!". Zu dem jüngsten Pressebericht wollte sich Fiat nicht äußern.

Fiat drohte zuletzt damit, die angestrebte Allianz mit dem GM-Rivalen Chrysler platzen zu lassen, sollten die Gewerkschaften in Nordamerika keine deutlichen Kostensenkungen mittragen. Die US-Regierung hat Chrysler bis zum 30. April Zeit gegeben, um ein Bündnis mit Fiat zu schmieden. Davon macht sie weitere Hilfen für den Hersteller abhängig.

In Deutschland ist indessen der frühere VW-Chef Bernd Pischetsrieder als Chef einer von GM unabhängigen Opel-Gesellschaft ins Gespräch gebracht worden: "Wenn eine neue Opel-Gesellschaft in Europa gegründet wird, wäre zu überlegen, ob nicht ein unabhängiger Kopf an die Spitze tritt", sagte Volker Borkowski, Chef der Opel-Händlergruppe AVAG, der "Automobilwoche".

(APA)

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