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"Fadenscheinig": ÖVP und FPÖ kritisieren Heinisch-Hosek

Generalsekretär Gernot Blümel (ÖVP)
Generalsekretär Gernot Blümel (ÖVP)APA/ERWIN SCHERIAU
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Statt ständig nur mehr Geld zu fordern, solle die Ministerin "einfach ihre Arbeit machen", fordert ÖVP Generalsekretär Gernot Blümel.

ÖVP-Generalsekretär Gernot Blümel hat am Auftritt von Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) am Samstag im "Journal zu Gast" einiges auszusetzen. Es müsse endlich für Ordnung im Bildungsressort gesorgt werden, verlangt Blümel und weist diese Aufgabe gleich der Ministerin zu - "auch wenn sie stets versucht ihre Verantwortung anderen zu geben und anderen ihre Probleme zur Lösung weitergibt". Statt ständig nur mehr Geld zu fordern, solle die Ministerin "einfach ihre Arbeit machen". In Sachen Zentralmatura fordert Blümel: "Schluss mit fadenscheinigen Rechtfertigungen".

Ähnlich klingt der freiheitliche Bildungssprecher Walter Rosenkranz. "Trotz der langen Pannenserie bei der Zentralmatura will sie für nichts die Verantwortung übernehmen", ärgert sich der FPÖ-Mandatar. Mit der "heißen Luft" aus dem heutigen Interview könnte man das Unterrichtsministerium ein ganzes Jahr beheizen, meint Rosenkranz und fordert Kanzler Werner Faymann (SPÖ) auf, seine Ministerin abzuziehen.

Verständnis dafür, dass Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) Heinisch-Hosek kein zusätzliches Geld zur Verfügung stellen will, äußerte Team Stronach-Bildungssprecher Robert Lugar. Die Ministerin habe sich das selbst zuzuschreiben. Ihren mangelnden Reformeifer habe auch Schelling längst erkannt. Der Grüne Bildungssprecher Harald Walser sieht die pannenfreie Durchführung der heurigen Zentralmatura als "Lackmustest" für die Bildungsministerin. Komme es auch diesmal zu Zwischenfällen, sei ein Rücktritt die logische Folge

"Steinzeit": SPÖ kontert ÖVP

Die SPÖ hat den Angriffen der ÖVP auf Heinisch-Hosek gekontert und der Volkspartei in einer Aussendung vorgeworfen, in der "bildungspolitischen Steinzeit" zu verharren. Die ÖVP soll sinnvolle Reformen endlich unterstützen statt torpedieren, richtete Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos (SPÖ) dem Koalitionspartner via OTS aus.

(APA)