Hitziges Remis zwischen Sturm und Rapid

FUSSBALL: TIPICO-BUNDESLIGA / SK STURM GRAZ - SK RAPID WIEN
APA/ERWIN SCHERIAU

Das Spitzenspiel zwischen Sturm Graz und Rapid hat am Sonntag in der mit 15.300 Zuschauern ausverkauften UPC-Arena mit 2:2 (1:1) geendet.

Rapid hat im Rennen um den zweiten Platz und damit die Teilnahme an der Champions League eine Vorentscheidung verpasst. Die Hütteldorfer lagen in Graz im direkten Duell mit Sturm zweimal voran, mussten sich aber mit einem 2:2 begnügen. Schobesberger brachte Grün-Weiß mit der ersten Torchance in Führung (6.), bereits zuvor hatte er nach einem Foul im Strafraum vergeblich Elfmeter gefordert (4). Nach einem Freistoß wurde Piesinger sträflich vernachlässigt und köpfelte zum Ausgleich ein (16.). Es war eine intensiv geführte Partie, in der Rapid leichte Vorteile und Sturm kurz vor der Pause Glück hatte: Bei einem Konter grätschte Madl Kainz um, kam aber mit Gelb davon (44.).

Nach Wiederanpfiff hüllten die Rapid-Fans das Stadion in eine Nebelwolke, dennoch keine Ausrede für den folgenden Patzer von Gratzei. Petsos zog aus 37 Meter ab, der Sturm-Keeper verschätzte sich und der Ball flog über ihn ins Netz (54.). Rapid drückte auf die Entscheidung, doch verabsäumte es diese herbeizuführen. In der 61. Minute scheiterte Hofmann per Freistoß an Gratzei, eine Minute später war der Sturm-Keeper bei einem Distanzschuss von Petsos zur Stelle und in der 68. Minute entschärfte Gratzei einen Flachschuss von Kainz, der von Sturm-Fans übelst beschimpft wurde.

Prompt folgte die Strafe auf der Gegenseite. Eine schöne Kombination über mehrere Stationen schloss Beichler zum 2:2 ab (70.) – der zweite Torschuss der Steirer sollte auch der letzte in der gesamten Partie bleiben. Hektik und Fouls prägten die Schlussphase, in der Kienast (87.) und Madl (94.) mit Gelb-Rot vom Platz mussten.

„Wir hätten schon gern gewonnen, leider ist uns das 3:1 nicht gelungen. Trotzdem gratuliere ich meiner Mannschaft zu einer tollen Vorstellung, auf die man aufbauen kann“, sagte Rapid-Trainer Zoran Barisic, dessen Team mit zwei Punkten Vorsprung auf Sturm und Altach ins Saisonfinish geht. „Rapid war vielleicht einen Tick besser als wir, aber nach dem 2:2 war es ein sehr offenes Spiel von beiden Seiten und das Remis insofern ok. Es bleibt spannend“, meinte Sturm-Coach Franco Foda.

(red/APA)