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Wo ist Hilfe nötig? US-Hubschrauber kreisen über Nepal

Ein UH-1Y Huey-Helikopter der US-Army wird am Flughafen von Kathmandu ausgeladen.
Ein UH-1Y Huey-Helikopter der US-Army wird am Flughafen von Kathmandu ausgeladen.(c) APA/EPA/LANCE CPL. MANDALINE HAT
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Die Helikopter sollen herausfinden, in welchen abgelegenen Regionen, welche Hilfsleistungen Priorität haben. Die EU gibt weitere 16,6 Millionen Euro.

US-Militärhubschrauber haben am Montag mit ihren Erkundungsflügen über abgelegene Katastrophengebiete in Nepal begonnen. Neun Tage nach dem Erdbeben in dem Himalaya-Staat startete der Einsatz der Helikopter, um die Gebiete auszumachen, die am dringendsten Hilfe brauchen, wie ein US-Botschaftsvertreter sagte.

Die am Sonntag eingetroffenen vier Osprey-Flugzeuge, die vertikal starten und landen können, sowie eine Militärmaschine vom Typ C-17 seien dagegen noch nicht im Einsatz. Die US-Armee ist darauf vorbereitet, Nahrungsmittel und andere benötigte Hilfen zu liefern und Rettungskräfte vor Ort zu bringen, wie US-Botschafter Peter W. Bodde vor Reportern sagte. Ein nepalesischer Regierungsvertreter erklärte, die US-Luftwaffe werde auch Opfer des Erdbebens aus entlegenen Gebieten ausfliegen, vor allem im Osten des Landes.

Die offizielle Totenzahl in Nepal stieg am Montag auf 7365. Rund 14.000 Menschen wurden bei dem Beben am 25. April verletzt. Mehr als hundert Menschen wurden in den Nachbarländern Indien und China getötet.

EU erhöht Finanzhilfe

Die EU-Kommission hat am Montag weitere 16,6 Millionen Euro an Finanzhilfe für die Opfer des verheerenden Erdbebens in Nepal gebilligt. Die Gesamtsumme der finanzielle Unterstützung hat sich damit auf 22,6 Millionen Euro erhöht.

Der für internationale Zusammenarbeit und Entwicklung zuständige EU-Kommissar Neven Mimica erklärte, die Hilfe sei für die Aufbauarbeit nach dem schrecklichen Erdbeben notwendig. Es handle sich auch um Zeichen der Solidarität mit dem nepalesischen Volk.

Der EU-Kommissar für Krisenmanagement, Christos Stylianides, erzählte nach seiner Reise mit Mimica nach Nepal, er sei persönlich Zeuge des Ausmaßes der Zerstörung geworden. Die Finanzmittel werde die Regierung in Nepal direkt erhalten. Er schloss weitere Hilfen für die Zukunft nicht aus.

(APA/AFP)