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Song Contest 2015: Frankreich

NETHERLANDS MUSIC
Lisa Angell(c) APA/EPA (SANDER KONING)
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Auf fünf Siege kommt die Grande Nation, der letzte liegt aber schon mehr als 30 Jahre zurück. Lisa Angell singt heuer für Frankreich die Ballade "N'oubliez pas".

Frankreich nimmt heuer bereits zum 58. Mal am Song Contest teil. Insgesamt kann das Land fünf Siege für sich verbuchen. Der letzte Triumph liegt aber schon lange zurück. Den Auftakt machte 1958 Andre Claveau mit "Dors, mon amour". Es folgten 1960 Jacqueline Boyer mit "Tom Pillibi", 1962 Isabelle Aubret mit "Un premier amour" und 1969 Frida Boccara mit "Un jour, un enfant" - gemeinsam mit den Niederlanden, Spanien und Großbritannien. Frankreichs fünfter und bis dato auch letzter Sieg folgte dann 1977, als Marie Myriam den Wettbewerb mit "L'oiseau et l'enfant" für sich entscheiden konnte. Der Tiefpunkt kam dann im Vorjahr: In Kopenhagen 2014 landete die Formation Twin Twin mit "Moustache" und damit Frankreich erstmals auf dem letzten Platz beim Song Contest.

Heuer vertritt Lisa Angell Frankreich. Die 46-Jährige singt - wie üblich bei der Grande Nation - ihre Ballade "N'oubliez pas" (Vergesst nicht) auf Französisch. Sie möchte mit der im November erstmals während der Erinnerungen an 100 Jahre Erster Weltkrieg aufgeführten Nummer eine Botschaft des Friedens vermitteln - so die Künstlerin.

Ausgewählt wurde Angell Ende Jänner nach einem internen Nominierungsprozess durch den Fernsehsender France 2, der erstmals anstelle von France 3 für die französischen Teilnehmer zuständig war. Als Songwriter setzt man auf Robert Goldman - und damit auf den Bruder von Jean-Jacques Goldman, einem der erfolgreichsten Barden Frankreichs.

Erinnert an klassische Song-Contest-Beiträge 

Er hat der am 21. September 1968 geborenen Angell eine pathetische Ballade auf den Leib geschrieben, die sich von langsamer Gitarrenbegleitung auf Schmacht-Crescendo erhebt und an die klassischen Song-Contest-Beiträge der 1980er-Jahre erinnert.

Angell selbst ist dabei eine Spätberufene, begann sie zwar mit einer klassischen Gesangsausbildung in Nizza, die sie allerdings alsbald abbrach. Nach Auftritten in diversen Bars an der Riviera, wurde Lisa Angell in ihrer Heimat erst als Begleitung des Zauberers Dani Lary auf dessen Comedy-Tournee bekannt.

Während einer TV-Auszeichnung wurde sie vom Produzenten Patrick Sebastien entdeckt, der sie in die Talentshow "Les Annees Bonheur" brachte. Seither hat Angell drei Alben veröffentlicht, wobei ihr Debüt "Les Divines" 2011 auf den Markt kam. Dass sie nun zum Song Contest fahren darf, ist ein lang gehegter Wunsch der Sängerin. "Das ist ein Kindheitstraum von mir", sagte sie.

 

Frankreichs ESC-Geschichte:

Bestes Ergebnis:

  • 1958: André Claveau mit "Dors Mon Amour" auf Platz eins
  • 1960: Jacqueline Boyer mit "Tom Pillibi" auf Platz eins
  • 1962: Isabelle Aubret mit "Un Premier Amour" auf Platz eins
  • 1969: Frida Boccara mit "Un Jour, Un Enfant" auf Platz eins
  • 1977: Marie Myriam "L'oiseau Et L'enfant" auf Platz eins

Schlechtestes Ergebnis (seit Einführung der Halbfinali und Neuregelung 2008)

  • 2014: TWIN TWIN mit "Moustache" auf dem 26. und damit letzten Platz

>> DiePresse.com/SongContest

(APA)