Bei dem Preis-Leistungs-Verhältnis können sich Branchengrößen wie Apple, Samsung und Co. noch einiges abschauen.
Der chinesische Hersteller Xiaomi, der durch seine günstigen Smartphone die Branchenriesen unter Druck setzt, hat ein neues Gerät vorgestellt. Angekündigt wurde es erstmals bereits vor fünf Monaten. Das Xiaomi Mi Note Pro. Ab dem 12. Mai wird es erhältlich sein.
(c) Xiaomi
Wie auch schon das Xiaomi Note ist die Pro-Version mit einem 5,5 Zoll großen Display ausgestattet. Aber hier enden auch die Gemeinsamheiten. Statt 1920 x 1080 Pixel löst das Pro-Modell mit 2560 x 1440 Pixel auf. Das ergibt eine satte Pixeldichte von 515ppi (Pixel per Inch).
(c) Xiaomi
Für die nötige Geschwindigkeit sorgt ein Snapdragon 810 von Qualcomm, dem zur Seite stehen vier Gigabyte RAM. Ob Xiaomi es besser hinbekommt als HTC beim One M9 bleibt abzuwarten. Beide Hersteller verwenden den Prozessor. Das HTC-Gerät neigt aber dazu sehr schnell sehr heiß zu werden. Xiaomi verspricht, dass man hier die nötige Vorarbeit geleistet hat. Auch nach 20-minütigem Spielen von grafisch aufwändigen Spielen soll die Temperatur nicht 36 Grad übersteigen. Dafür greift Xiaomi auf über fünf verschiedene Patente zurück.
Zur weiteren Ausstattung zählen ein 3090-mAh-Akku, ein 64-Gigabyte-Speicher und eine 13-Megapixel-Kamera. Bei der Software greift Xiaomi auf Android zurück sowie seine hauseigene Oberfläche MIUI. Diese hält sich aber dezent im Hintergrund. Im Prinzip erinnern Xiaomi-Geräte an pures, unverschnörkeltes Android.
Top-Ausstattung zu einem moderaten Preis muss kein Widerspruch sein. Das zeigt der Hersteller mit jedem seiner Smartphones. So auch im Fall des Xiaomi Mi Note, das aufgrund seiner Größe (5,7 Zoll) in die Kategorie "Phablets" einzuordnen ist und für einen Preis von umgerechnet 480 Euro zu haben sein wird. (c) Barbara Grech
In zwei Farben ist das Smartphone derzeit erhältlich. Nämlich, wie nicht zu übersehen, in Rosa und auch in Weiß. So auffällig das Gehäuse auch ist, so dezent verhält sich die Benutzeroberfläche. (c) Barbara Grech
Das Menü des auf Android basierenden Xiaomi Mi Note ist übersichtlich und wurde kaum mit eigenen Anpassungen überzogen. Damit hält sich auch die gesamte "Bloatware" (vorinstallierte Apps, die sich meist nicht löschen lassen) in Grenzen. (c) Barbara Grech
Bei der technischen Ausstattung hat Xiaomi nicht gespart. Ein Qualcomm Snapdragon 801 sowie drei Gigabyte RAM sorgen für die nötige Leistung. Ein derartiger Prozessor kommt auch in Topmodellen von Samsung und HTC zum Einsatz. (c) Barbara Grech
Die 13-Megapixel-Hauptkamera liefert auch mehr als nur ordentliche Bilder. Eigentlich sind die Bilder sogar sehr gut. Die Lichtbedingungen bei der ICT-Expo in Hongkong waren mehr als dürftig. (c) Barbara Grech
Die Hauptkamera braucht sich vor der Konkurrenz wie dem iPhone 6 oder dem Samsung Galaxy S6 Edge nicht verstecken. Die App ist zudem simpel gehalten. Es fehlt ihr aber trotzdem nicht an zahlreichen Modi und Optionen. Lediglich bei der Frontkamera ließe sich noch nachbessern. (c) Barbara Grech
Das Design des Smartphones ist vorrangig praktisch. Einziges Highlight ist hier das seitlich marginal abgerundete Display. Dadurch werden die Ränder nochmals minimiert. (c) Barbara Grech
Positiv fällt auf, dass es angenehm in der Hand liegt, und das trotz seiner Größe (Maße: 155,1 x 77,6 x 6,95 mm). Von einer Einhandbedienung muss man sich dennoch verabschieden. (c) Barbara Grech
Das Smartphone weiß durch sein edles Design zu überzeugen. Und trotz des niedrigeren Preises muss man keine Abstriche bei der Verarbeitung machen. Das Gerät bietet zwei Plätze für SIM-Karten an. Ein microSD-Slot fehlt aber. (c) Barbara Grech
Doch die ganze Sache hat technisch leider einen Haken. Der 3000-mAh-Akku ist eher ein Kurzstrecken-Profi, dem bei längeren Strecken allzu bald die Luft ausgeht. Leider. Ansonsten wäre das Smartphone in Bezug auf Preis-Leistung einfach nur unschlagbar. (c) Barbara Grech
Außerdem zeigt sich, dass Xiaomi noch nicht auf den internationalen Markt vorbereitet ist. Deutsch findet man in den Spracheinstellungen vergeblich. Außerdem ist das mit der Verfügbarkeit auch so eine Sache. (c) Barbara Grech
Als vertrauenswürdiger Online-Shop hat sich Honor Buy herausgestellt. Einfuhrumsatzsteuer fällt auch keine an, weil in EU-Länder bestellte Geräte aus einem italienischen bzw. slowenischen Lager verschickt werden. Ein Aufpreis aufgrund des Versands ist aber dennoch unumgänglich. (c) Barbara Grech
Xiaomi Mi Note angetestet: Günstig heißt nicht immer billig
Der Preis von umgerechnet 430 Euro ist deutlich unter den Preisempfehlungen der Konkurrenz. Und zusätzlich kann Xiaomi mit einem schlanken Gehäuse aufwarten, das seitlich kaum noch Ränder aufweist.
Der chinesische Hersteller ist längst kein Geheimtipp mehr und konnte sich im Heimatmarkt zahlreiche Kunden sichern. Doch erstmals stagnieren die Verkaufszahlen.
Samsung, Sony und LG bekommen Konkurrenz. Aus China. Mit Smartphones, die es technisch mit den Topmodellen aufnehmen können. Aber für einen deutlich günstigeren Preis.
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