OECD: Österreich auch bei Besteuerung von Familien im Spitzenfeld

OECD: Österreich auch bei Besteuerung von Familien im Spitzenfeld
Symbolbild(c) Presse (Fabry)

Das Durchschnittseinkommen einer Alleinverdiener-Familie mit zwei Kindern wurde 2014 mit 38,8 Prozent belastet, das eines Kinderlosen mit 49,4 Prozent.

Österreich liegt bei der Belastung durch Steuern und Abgaben an den Gesamtarbeitskosten auch bei Familien im Spitzenfeld der OECD. Das geht aus der nun vollständig vorliegenden Studie "Taxing Wages 2015" hervor. Die Belastung der Durchschnittseinkommen einer Alleinverdiener-Familie mit zwei Kindern lag 2014 bei 38,8 Prozent. Der OECD-Schnitt betrug in diesem Bereich 26,9 Prozent.

Angestiegen ist die Belastung in diesem Bereich in Österreich damit um knapp zwei Prozentpunkte. Nur in Griechenland, Belgien, Frankreich, Italien und Finnland war die Belastung von Alleinverdiener-Familien größer. Am geringsten innerhalb der 34 Staaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung war die Belastung in der Schweiz, Chile und Neuseeland.

Auch bei den Einkommen eines unverheirateten Angestellten ohne Kinder stieg in Österreich die Belastung gegenüber 2013 an - und zwar um 0,17 Prozentpunkte. Das bedeutete eine Belastung von 49,4 Prozent. Der "Steuerkeil" lag damit auch hier erneut weit über dem Durchschnitt der OECD-Staaten, der 36 Prozent betrug.  Nur Belgien hatte eine höhere Belastung bei unverheirateten Angestellten ohne Kinder. Das OECD-Land mit der geringsten Abgaben-Belastung bei Single-Angestellten ohne Kindern war im Vorjahr Chile mit 7,0 Prozent.

Bei der Steigerung der Belastungen befand sich Österreich mit den genannten 0,17 Prozentpunkten hingegen näher am Schnitt: Dieser stieg OECD-weit 2014 um 0,1 Prozentpunkte an (bei den unverheirateten Singles).

(c) APA

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