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Im Visier der FMA: Ermittlungen gegen OMV-Chef

OMV-Chef Ruttenstorfer
(c) Reuters (Leonhard Foeger)
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Der Verdacht lautet auf Insiderhandel und Markt-Manipulation. Im Zuge des Verkaufs der MOL-Anteile soll OMV-Chef Wolfgang Ruttenstorfer mit Aktien des eigenen Unternehmens spekuliert haben.

Gegen OMV-Chef Wolfgang Ruttenstorfer gibt es Verdachtsmomente in Richtung Marktmanipulation und Insiderhandel. "Wir ermitteln gegen Herrn Ruttenstorfer", sagt FMA-Sprecher Klaus Grubelnik im "WirtschaftsBlatt" (Mittwochausgabe).

Verdacht des Insiderhandels

Der Verdacht lautet dem Blatt zufolge auf Marktmanipulation und Insiderhandel. Derzeit befinde man sich am Beginn der Ermittlungen, laut Grubelnik werden diese mehrere Monate in Anspruch nehmen: "Wir müssen auch mit der MOL sprechen, das ist nur über ein Amtshilfeverfahren möglich."

Zum Hintergrund:

  • Am 23. März habe sich Ruttenstorfer OMV-Aktien im Wert von 620.444,50 Euro gekauft. Am gleichen Tag hat ihn das Magazin "profil" auf die Frage: "Wie lange wollen Sie die MOL-Aktien noch halten?" mit der Antwort zitiert: "Wir haben derzeit nicht vor, sie zu verkaufen, (...) heuer werden wir sie durchaus behalten".
  • Am 25. März wurde im Aufsichtsrat entschieden, den Vorstandsvertrag mit Ruttenstorfer nicht zu verlängern.
  • Am 30. März verkaufte die OMV ihre MOL-Anteile, was anscheinend, wie es im Bericht heißt, eine kursrelevante Aktion war: Die Aktie legte 3,33 Prozent auf 25,1 Euro zu, während der ATX 4,16 Prozent und der europäische Ölbranchenindex 4,2 Prozent verloren. Ruttenstorfer sitzt nach Informationen des WirtschaftsBlatts auf einem Buchgewinn von 44.705,50 Euro.

Laut WirtschaftsBlatt drohen dem Manager bei Missbrauch einer Insiderinformation bis zu drei Jahre Haft, bei Marktmanipulation eine Geldstrafe von bis zu 50.000 Euro.

OMV: "Wir wissen davon"

"Wir wissen davon und werden mit den Behörden kooperieren", wird aus der OMV zitiert. "Wir halten uns an alle Regeln".

(APA)