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Schnellauswahl

FPÖ gegen "Asylheime wie die Schwammerln"

FPÖ gegen
Kunasek; StracheAPA/HERBERT PFARRHOFER
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Beim steirischen FPÖ-Wahlkampfauftakt nahmen Bundesobmann Strache und Spitzenkandidat Kunasek die Asylpolitik und SPÖ-Landeshauptmann Voves ins Visier.

Plakate, auf denen die FPÖ gegen das "Asylchaos" wettert, sind in der Steiermark schon seit Tagen affichiert. Beim Start der Wahlkampftour für die steirische Landtagswahl am 31. Mai stand bei den Freiheitlichen am Freitag in Mürzzuschlag ebenfalls die Kritik an der Asylpolitik von SPÖ und ÖVP im Mittelpunkt. Diese gipfelte in einem überaus provokativen Ausspruch des FPÖ-Klubchefs im Landtag, Hannes Amesbauer, der blauer Bezirksparteichef in Bruck-Mürzzuschlag ist, zur Ausdünnung des ländlichen Raums: "Das Einzige, was aufgesperrt wird, sind Asylheime, die wie Schwammerln aus dem Boden schießen." Spitzenkandidat Mario Kunasek sagte, in der Asylpolitik könne die Steiermark "nicht die Probleme der Welt lösen".

Vor rund 200 Zuhörern bekam vor allem auch SPÖ-Landeschef Franz Voves sein Fett ab. Der Landeshauptmann hatte vor zwei Wochen beim Landesparteirat in Bruck an der Mur in Bezug auf die FPÖ die steirischen Wähler mit scharfen Worten vor "Rattenfängern" gewarnt. Amesbauer meinte darauf anspielend, dass Voves damit quasi auch die Wähler der FPÖ als "Ratten" beschimpfe. Die FPÖ hat bei den steirischen Gemeinderatswahlen heuer im März vor allem in der obersteirischen Mur-Mürz-Furche mit ihren roten Hochburgen vielfach auf Kosten der SPÖ deutlich zugelegt. Bei der Nationalratswahl 2013 war die FPÖ vor SPÖ und ÖVP stärkste Partei gewesen. Am 31. Mai peilt die FPÖ nun ihr historisch bestes Ergebnis in der Steiermark mit mehr als 17,4 Prozent der Stimmen an, so Landesrat Gerhard Kurzmann.

Strache warnt vor "rasanter Islamisierung"

FPÖ-Bundesparteiobmann Heinz-Christian Strache nützte seinen Auftritt in Mürzzuschlag auch zu einer Abrechnung mit der Bundespolitik und der Einwanderungspolitik: "Wir haben heute keine schleichende, sondern schon eine rasante Islamisierung." Jene Menschen, die von Österreich aus nach Syrien in den Jihad ziehen, sollten "dort bleiben, wo der Pfeffer wächst". Dies seien keine "heiligen Krieger, sondern Teufelskrieger". 

Strache wandte sich zum Start der Tour, die die FPÖ danach auch noch nach Leoben und Knittelfeld führen sollte, an die ältere Generation. So störe ihn auch das "Fünf-Sterne-Häfn" in Leoben, meinte er: "Jedem Gauner geht es da besser als unseren Mindestpensionisten."

 

 

 

(ett/APA)