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Gewerkschaft: AMS-Reform macht bis zu 2000 Trainer arbeitslos

Die Presse (Clemens Fabry)
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Mehr als die Hälfte der 12.000 Trainer führt Schulungen für das AMS durch. Doch dieses hat das Budget für Kurse heuer deutlich reduziert.

Budgetumschichtungen beim Arbeitsmarktservice (AMS) und Änderungen beim Arbeitslosen-Schulungsprogramm haben zu einem massiven Jobabbau bei den Trainern geführt. Im Vergleich zu 2014 gibt es heuer bereits 500 Kursleiter weniger. Weitere 1500 könnten folgen, sagte Gewerkschafter Karl Proyer zur APA. Bei Rekordarbeitslosigkeit die Qualifizierungen zu reduzieren, sei ein Widersinn. Proyer fordert nun die Einrichtung einer Arbeitsstiftung für die betroffenen Trainer. Private Bildungseinrichtungen wie Wifi, bfi und andere sozialökonomische Betriebe führen im Auftrag des AMS zahlreiche Qualifizierungskurse für Arbeitslose durch.

2014 gab das AMS gut 62 Prozent des Gesamtbudgets von rund 1,1 Milliarden Euro für sogenannte Qualifizierungsmaßnahmen, also für Schulungen und Kurse aus. Dieser Anteil ist heuer auf 60 Prozent reduziert worden, um mit den übrigen Mitteln die Eingliederung von Arbeitslosen in Betrieben verstärkt zu fördern.

Kundgebung am 2. Juni

Für 2. Juni planen die betroffenen Erwachsenenbildner für 10 Uhr eine Kundgebung vor dem Bundeskanzleramt am Wiener Ballhausplatz. Am selben Tag soll es außerdem österreichweit Betriebsversammlungen bei den Erwachsenenbildungs-Betrieben geben. Auch eine Parlamentarische Bürgerinitiative "Keine Kürzung der AMS-Mittel für den (Erwachsenen) AusBildungsbereich" ist im Laufen. Laut Gewerkschaft haben bereits mehr als 8.000 Personen die Initiative unterschrieben. Die Gewerkschaft GPA-djp hat gemeinsam mit den Betriebsräten der betroffenen Betriebe außerdem ein fünfseitiges Memorandum zur AMS-Budgetkürzung im Schulungsbereich verfasst. Es gehe nicht darum, nicht zielführende Kurse zu verteidigen, sondern die finanziellen Mittel für Qualifizierungsmaßnahmen wieder aufzustocken, betonte Proyer.

In der Erwachsenenbildungsbranche in Österreich arbeiten laut Schätzungen der Gewerkschaft rund 12.000 Personen. Rund zwei Drittel der Trainerinnen und Trainer führen Schulungen für das AMS durch.

(APA)