Wiener Börse: ATX verliert zu Mittag deutlich

(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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Vor allem die Unsicherheit über die weiteren Entwicklungen in der griechischen Schuldenkrise belastet die Märkte, hieß es von Börsianern

Die Wiener Börse hat sich heute, Dienstag, zu Mittag bei moderatem Volumen mit schwacher Tendenz präsentiert. Der ATX wurde um 12.00 Uhr mit 2.618,78 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 35,02 Punkten bzw. 1,32 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -2,18 Prozent, FTSE/London -1,77 Prozent und CAC-40/Paris -1,81 Prozent.

Vor allem die Unsicherheit über die weiteren Entwicklungen in der griechischen Schuldenkrise belastet die Märkte, hieß es von Börsianern zur Begründung für die europaweiten Abschläge. Zudem drückten auch die Schwankungen am Anleihenmarkt sowie der etwas fester tendierende Euro auf die Kurse.

Bankwerte einheitlich im Minus

Die Europartner streben innerhalb der kommenden drei Wochen einen Kompromiss mit dem pleitebedrohten Griechenland über ein Reformpaket an, wurde am Montag beim Euro-Finanzministertreffen in Brüssel deutlich. Offiziell äußerte sich Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem nicht zu konkreten Fristen.

Klar schwächer zeigten sich unter den heimischen Indexschwergewichten die Titel der OMV mit minus 2,46 Prozent auf 29,71 Euro. Andritz erging es mit einem Abschlag hin Höhe von 2,42 Prozent auf 54,49 Euro nicht viel besser. Immofinanz büßten 1,41 Prozent auf 2,58 Euro ein.

Unter den Bankwerten mussten Raiffeisen-Papiere einen Kursverlust von 1,37 Prozent auf 15,14 Euro vorweisen. Aktien der Erste Group gaben zu Mittag 0,63 Prozent auf 25,94 Euro nach.

Valneva geben nach Zahlen ab

Unter den größten Verlierern im prime market fanden sich AT&S mit minus 3,71 Prozent auf 14,93 Euro. RHI verloren 2,93 Prozent an Wert auf 25,03 Euro und Polytec tendierten 2,94 Prozent tiefer bei 8,20 Euro.

Valneva sanken nach Vorlage von Ergebnissen um 0,49 Prozent auf 4,06 Euro. Die Biotechfirma konnte im ersten Geschäftsquartal 2015 dank des Zukaufs der schwedischen Crucell Umsatz und Ergebnisse verbessern. Die Erlöse stiegen von 7,1 auf 19,5 Mio. Euro , der Nettoverlust konnte von 7,1 auf 5,0 Mio. Euro reduziert werden. Die Vergleichswerte wurden nicht angepasst. Für 2015 wird weiterhin ein Umsatz von 75 bis 85 Mio. Euro erwartet.

Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX im Eröffnungshandel bei 2.653,32 Punkten, das Tagestief lag gegen 11.15 Uhr bei 2.615,66 Einheiten. Der ATX Prime notierte zum oben genannten Zeitpunkt 1,32 Prozent tiefer bei 1.313,99 Punkten. Im prime market zeigten sich fünf Titel mit höheren Kursen, 32 mit tieferen und keiner unverändert. In vier Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung.

Bis dato wurden im prime market 2.208.587 (Vortag: 2.359.537) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 61,378 (72,66) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Erste Group mit 167.755 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 8,69 Mio. Euro entspricht.

(APA)

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