Song Contest. Wir fragen, was von der "größten Unterhaltungsshow aller Zeiten" bleiben wird, und berichten live auf Englisch von den Shows.
Vielleicht haben Sie dieses Feiertagswochenende nicht zu Hause verbracht und somit noch wenig mitbekommen von dem Veranstaltungsmarathon, den die Bundeshauptstadt seit Donnerstag mit Sommernachtskonzert, Life Ball und Song Contest absolviert. Wir prophezeien Ihnen: Ab Montag wird man dem „europäischen Gruppensingen“ (©„Süddeutsche“) – wenn auch nur zwischen Stadthalle, Rathausplatz und Fernseher – nicht mehr so leicht aus dem Weg gehen können. Die gute Nachricht für Zuseher ebenso wie die schon etwas geschafften Veranstalter: Am Ende der Woche ist das Spektakel und damit auch ein Jahr Stress vorbei. Wobei wir nicht nur zynisch sein wollen. Es hat schon was, wenn Wien sich ein paar Tage als Weltstadt gibt und man bei der Ankunft auf dem Flughafen Schwechat auf Flachbildschirmen auf Englisch begrüßt wird.
Doch hat der von vielen als GrUSAZ (größte Unterhaltungsshow aller Zeiten) bezeichnete Contest wirklich so viel für Stadt Wien, ORF und das Image Österreichs gebracht? Eva Winroither, Christine Imlinger, Martin Stuhlpfarrer und Mirjam Marits sind sich da in ihrer Titelgeschichte nicht ganz so sicher. Unser Sieben-Thesen-Text ist gleichzeitig das Präludium für unsere Song-Contest-Beilage, die am Dienstag erscheint. Die Laptops in der Stadthalle aufgebaut hat auch schon unser Online-Kultur-Team um Heide Rampetzreiter und Maciej Palucki,das von den Semifinal-Shows (Di, Do) und dem Finale am Samstag (jeweils ab 20 Uhr) live tickern wird. Und ein bisschen anstecken lassen wir uns von der Internationalitätseuphorie der anderen dann doch: Wir berichten erstmals online auch auf Englisch von den drei Shows. Vielleicht wollen Sie das Ihren Freunden in aller Welt weitererzählen. Mehr dazu unter: DiePresse.com/songcontest.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.05.2015)