Buwog will Kontrollschwelle für Übernahmeangebot senken

20 Prozent sind genug, denkt man im Buwog-Management. Außerordentliche Hauptversammlung am 8. Juni für weitere Beschlüsse.

Wien. Das Management des in Wien, Frankfurt und Warschau börsennotierten Wohnungskonzerns Buwog will die Kontrollschwelle für ein verpflichtendes Übernahmeangebot von derzeit 30 auf 20 Prozent senken und den Aufsichtsrat um ein Mitglied auf sechs Personen vergrößern. Dafür werde für 8. Juni eine Sonderaktionärstreffen in Wien einberufen, teilte das Unternehmen heute, Montag, in einer Aussendung mit.

Für die aktuelle Erweiterung des Aufsichtsgremiums schlägt der Aufsichtsrat den Angaben zufolge Immobilienfachmann Stavros Efremidis als neues Mitglied vor - dieser ist derzeit Vorstand bei der deutschen WCM Beteiligungs- und Grundbesitz AG (Frankfurt/Main). Die Maximalzahl der Aufsichtsratsmitglieder soll gleichzeitig von zehn auf sechs gesenkt werden.

Auf der außerordentlichen Hauptversammlung sollen die Aktionäre auch darüber abstimmen, ob Investoren künftig bereits beim Erwerb von 20 Prozent der Buwog-Aktien ein Übernahmeangebot an die restlichen Anteilseigner legen müssen. "Mit diesen Maßnahmen können die Rechte bestehender Aktionäre deutlich besser als bisher gesichert werden", argumentiert Buwog-Chef Daniel Riedl. Anleger sollen "nicht die De-facto-Kontrolle über das Unternehmen" erlangen können, ohne den anderen Aktionären ein Übernahmeoffert machen zu müssen. "Wenn ein strategischer Investor bei der Buwog einsteigt, sollen davon alle Aktionäre profitieren können", so Riedl.

Erst vor einem Monat hatten die Aktionäre des börsennotierten Immobilienkonzerns Immofinanz die Kontrollschwelle für ein verpflichtendes Übernahmeangebot von 30 auf 15 Prozent gesenkt - mehr als 70 Prozent hatten dafür gestimmt.

(apa)

Lesen Sie mehr zu diesen Themen:


Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.