Zwei Titel hat der FC Bayern München in dieser Saison bereits verpasst. Nun blasen sie in der Meisterschaft zur Aufholjagd auf den VfL Wolfsburg. Bei der VW-Elf sind die Nerven hingegen angespannt.
Noch sechs Runden bis zum Saisonende der deutschen Bundesliga. Bayern München hat den Meistertitel noch nicht abgeschrieben, der Abstand zu Spitzenreiter Wolfsburg beträgt auch bloß drei Punkte. "Wir werden kämpfen wie nie zuvor eine Elf in der Geschichte dieses Vereins und unser Ziel nie aufgeben", versicherte Bayerns Innenverteidiger Martin Demichelis vor der Partie am Samstag (15.30 Uhr/live ATV) in der Allianz Arena gegen den FC Schalke.
"Wir haben schon zwei Titel verpasst und genug Punkte verschenkt, daher dürfen wir uns keinen Fehler mehr erlauben. Wir werden jede Partie wie ein Finale angehen", meinte der Argentinier. Luca Toni sieht es ähnlich. "Der VfL Wolfsburg muss unseren Atem spüren. Nur wenn wir den Titel gewinnen, wird man sich an uns erinnern. Gelingt er nicht, war es eine verlorene Saison", so der italienische Stürmer.
"Klassiker" gegen Schalke
Schalke kommt jedenfalls gut gerüstet zum "Klassiker" nach München. Zuletzt feierten die Königsblauen unter dem interimistischen Trainerduo Büskens/Mulder drei Zu-Null-Siege. Auch in München müssen sie auf ihren Abwehrchef Marcelo Bordon verzichten, der wegen Muskelproblemen im Oberschenkel zum dritten Mal in Serie w.o. geben muss.
Wolfsburg peilt Liga-Rekord an
Der VfL Wolfsburg ist derzeit gut unterwegs, peilt den elften Sieg en suite und damit einen neuen Liga-Rekord an. Die Bestmarke teilt sich der VfL derzeit mit Borussia Mönchengladbach (1987). Doch in dieser Woche war im "Wolfsrudel" nicht alles eitel Wonne. Eine Rauferei zwischen Zvjezdan Misimovic und Rodrigo Alvim sorgte für Aufregung und zeigte, dass auch in der VW-Elf die Nerven angespannt sind. Der bosnische Spielmacher brüllte den Ersatzmann an, weil ihm der Verteidiger in die Beine gegrätscht war. Die Streithähne standen Kopf an Kopf gegenüber, rempelten und traten, ehe Co-Trainer Bernd Hollerbach und Mitspieler einschritten. Trainer Magath verzichtete auf Strafen.
Von dem halben Dutzend Österreichern in der Bundesliga dürfte diesmal kein einziger in der Anfangself stehen. TSG 1899 Hoffenheim muss im Heimspiel gegen Hertha BSC auf den immer noch verletzten Andreas Ibertsberger verzichten, Ramazan Özcan bleibt wohl auf der Bank. Der Frankfurter Ümit Korkmaz dürfte am Samstag in Stuttgart ebenfalls Ersatz sein. Im Duell Werder Bremen - VfL Bochum (ohne den verletzten Christian Fuchs) ist Sebastian Prödl im Gegensatz zu seinem zu den Amateuren abgeschobenen Landsmann Martin Harnik im Kader.
(APA)