Besonders beliebt bei den Autoknackern sind VW und Audi. Die Hälfte der Diebstähle passiert in Wien, immer weniger im Ausland. Rund 40 Prozent der gestohlenen Fahrzeuge werden wieder gefunden.
Nach mehreren Jahren, in denen die Zahl der Kfz-Diebstähle zurückgegangen ist, ist deren Zahl 2008 massiv gestiegen: 6827 Fälle hat es nach Angaben des Bundeskriminalamts (BK) im vergangenen Jahr gegeben, was einem Plus von 32,6 Prozent im Vergleich zu 2007 (5147) entspricht. Rund 40 Prozent der gestohlenen Fahrzeuge werden wieder gefunden.
Zurückgeführt wird die Steigerung auf den Wegfall der Grenzkontrollen durch die Erweiterung des Schengenraums, die sich laut Rupert Sprinzl vom BK mit einer gewissen Verzögerung bemerkbar machte. "Es gibt vermutlich auch psychologische Gründe: Die Täter glauben, jetzt leichter zu entkommen. Das stimmt aber nicht, sie werden trotzdem erwischt."
Weniger Diebstähle im Ausland
Zurückgegangen ist die Zahl der österreichischen Fahrzeuge, die im Ausland gestohlen wurden. 2008 waren das 429, ein Minus von zwölf Prozent im Vergleich zu 2007. 25 Prozent davon wurden in der Slowakei gestohlen, 11,9 Prozent in Bosnien, je 10,5 in Ungarn und Serbien und 8,2 Prozent in Tschechien.
"Früher wurde ein Drittel der Diebstähle, von denen österreichische Fahrzeuge betroffen waren, im Ausland verübt. Vor allem in Budapest und in Bratislava wurden viele gestohlen", sagte Sprinzl. Der Rückgang ist darauf zurückzuführen, dass die Polizei in diesen Ländern aufgerüstet hat.
Beliebte Beute: VW und Audi
Die "beliebtesten" Automarken bleiben im Prinzip seit Jahren unverändert: Ganz vorn liegen VW - vor allem Golf und Passat - und Audi, wobei die Volkswagen einen Zulassungsanteil von fast einem Drittel aufweisen und allein schon aus diesem Grund den Spitzenplatz innehaben.
Rund die Hälfte aller Kfz-Diebstähle wird in Wien verübt: 48,6 Prozent laut der Statistik von 2008. 12,4 Prozent dieser Straftaten entfielen auf Niederösterreich, 9,9 Prozent auf Oberösterreich. Das Schlusslicht im Bundesländervergleich bildete das Burgenland mit 1,7 Prozent.
Im internationalen Vergleich können heimische Kfz-Besitzer immer noch relativ ruhig schlafen. 2007 - jüngere Zahlen aus dem Ausland liegen noch nicht vor - wurden in Österreich 5147 Kfz gestohlen, in Belgien 15.752, in Großbritannien 144.548, in Frankreich 168.388 und in Italien 200.699.
(APA)