Zwischen Modenschau und Hindernisparcours

Festakt. Bei der großen Abschlusspräsentation konnten die Schüler vor Publikum beweisen, was sie in den vorangegangenen zwei Tagen gelernt hatten. Eine Chance, die die Jugendlichen eindrucksvoll nutzten.

Wien. Kaum war die Arbeit in den sieben EDUARD-Workshops getan, hieß es am Dienstag noch ein letztes Mal Daumen drücken. Da nämlich waren alle Gruppen aufgefordert, die Erlebnisse und Erkenntnisse der vergangenen Tage zu präsentieren.

Eine große Aufgabe: Immerhin waren zur Abschlussveranstaltung auch Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek, Corinna Tinkler von Rewe und Petra Burger von Coca-Cola angereist, um sich von den Leistungen der Schüler begeistern zu lassen. Auch „Presse“-Geschäftsführer Rudolf Schwarz und „Presse“-Chefredakteur Rainer Nowak waren unter den Gästen.


Lernen, ohne es zu merken

Eines sei verraten: Alles ist gut gegangen – und die Ehrengäste waren mehr als beeindruckt. Immerhin hatten sich die Schüler auch einiges einfallen lassen.

Auf der Bühne wurde – moderiert von Andreas Jäger – nicht nur live Butter hergestellt. Auch eine Modenschau und einen Hindernisparcours gab es zu sehen. Dabei war die Zeit knapp bemessen. Nur rund vier Minuten hatte jede Gruppe Zeit, das Wichtigste aus ihrem Workshop möglichst spannend für das Publikum aufzubereiten.

Ministerin Heinisch-Hosek, die von den Schülerinnen und Schülern des Design-Workshops eine fair produzierte und selbst bedruckte Tasche überreicht bekam, freute sich nicht zuletzt über den praxisorientierten Zugang des Camps: Es sei schön, wenn Unterricht auch so stattfinden könne, „dass man gar nicht merkt, dass es Unterricht ist – und trotzdem so viel lernt dabei“. Auch den Lehrern war die – gerechtfertigte – Freude über die Leistungen der Schüler anzusehen.

Für so manchen könnte es nicht das letzte EDUARD-Erlebnis gewesen sein. Auch 2016 erhalten Österreichs kreativste Schulen wieder ihre Chance ... (red.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.06.2015)