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Elbphilharmonie-Debakel: Ermittlungen eingestellt

The ´Elbphilharmonie´ a concert hall under construction is pictured in the HafenCity quarter of Hamburg
Die Elbphilharmonie im September 2012(c) REUTERS (FABIAN BIMMER)
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Das Hamburger Konzerthaus kostet zehnmal so viel wie geplant. Für die Verantwortlichen wird das keine juristischen Konsequenzen haben.

Das Kostendebakel beim Bau der Hamburger Elbphilharmonie wird für die Verantwortlichen kein juristisches Nachspiel haben. "Das Vorermittlungsverfahren wurde eingestellt. Wir haben keine Anhaltspunkte für Straftatbestände wie Untreue, Betrug oder etwaige Korruptionsdelikte gefunden", sagte die Sprecherin der Hamburger Staatsanwaltschaft, Nana Frombach, am Dienstag.

Der Bau der Elbphilharmonie in der Hafen-City Hamburgs entwickelte sich für die Hansestadt zum finanziellen Albtraum - die Kosten stiegen auf das mehr als Zehnfache des ursprünglichen Planes: Seit dem Spatenstich im Frühjahr 2007 kletterten sie von ursprünglich geplanten 77 Millionen Euro auf inzwischen 789 Millionen Euro. 

Eineinhalb Jahre Stillstand am Bau

Ursprünglich sollte das Konzerthaus der Architekten Herzog & de Meuron bereits 2010 eröffnet werden. Nach jahrelangen Streitigkeiten zwischen Stadt und dem Baukonzern Hochtief kam es wiederholt zu Verzögerungen, eineinhalb Jahre lang waren die Kräne auf der Baustelle überhaupt stillgestanden. 

Am 11. Jänner 2017 soll die Elbphilharmonie vom NDR Sinfonieorchester als "Orchestra in Residence" endlich eröffnet werden. Vom Baukonzern Hochtief übergeben werden soll die Elbphilharmonie im Oktober 2016, im November soll dann die 4000 Quadratmeter große Plaza der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Intendant des noch im Bau befindlichen Hauses ist Christoph Lieben-Seutter.

(APA/dpa)