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Energie: Kraftakte beim Kraftwerksbau

(c) APA
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E-Wirtschaft investiert 2,3 Milliarden Euro – und hofft auf rasche Verfahren. Damit wird, früher und stärker als geplant, auch die Investitionskurve für die Realisierung der CO2-Ziele hochgefahren.

Wien (gau). Auch die Energiewirtschaft steht in der Krise nicht mehr unter Strom: Der Bedarf der Industrie sinkt, Finanzierungen für Investitionen werden teurer. Doch in Österreich wird, jetzt erst recht, investiert – das ist die Botschaft von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP).

Zusammen mit Energie-Verbandspräsident Wolfgang Anzengruber präsentierte er das antizyklische Programm für heuer und nächstes Jahr: 2,3 Mrd. Euro sollen in neue Kraftwerke und Netze fließen, doppelt so viel wie in den beiden Jahren davor. Das sichere, so der Minister, 95.000 Arbeitsplätze, vor allem auf dem Bau und bei Herstellern von Turbinen und Transformatoren.

 

„Null Euro“ aus dem Budget

Auf den Verbund entfällt die Hälfte des Volumens bei der Wasserkraft, zwei Drittel bei thermischen Kraftwerken. „Null Euro“ werde dafür aus dem staatlichen Budget kommen, betont Mitterlehner, die Finanzierung erfolge aus dem freien Cashflow und mittels Fremdkapital.

Damit wird, früher und stärker als geplant, auch die Investitionskurve für die Realisierung der CO2-Ziele hochgefahren. Bis 2020 sollen 34 Prozent der in Österreich produzierten Energie aus erneuerbaren Quellen kommen. Die Hälfte des Potenzials liegt beim Strom, und dort zum größten Teil aus der Wasserkraft.

Scheitern können die Pläne an der Verfahrensdauer der Umweltverträglichkeitsprüfungen (UVP). Mitterlehner und Anzengruber hoffen auf kürzere Verfahren durch die baldige Novelle zum UVG-Gesetz und besseres „Monitoring“. Auch ohne Beschleunigung dürfte für eine Reihe von Projekten schon in Kürze der Startschuss fallen. Dazu zählen die Kraftwerke Telfs, Koralpe, Feldsee II, Kühtai, Reißeck II und das Gemeinschaftskraftwerk Inn.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.04.2009)