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Chrysler

Ein Witz von einem Image

Experten vergleichen die Geschichte von Chrysler mit einer Achterbahnfahrt. Neben wiederkehrenden Tiefs gab es auch einige Stars beim US-Konzern.
02.01.2017 um 17:52
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US-Autobauer Chrysler wird von amerikanischen Automobilexperten gern mit einer Achterbahn verglichen. In der Geschichte des Konzerns ging es immer dramatisch auf und ab. Nun ist wieder eine Talsohle erreicht: der kleinste der "Big Three" geht in die Insolvenz.Im Bild: Die Studie Thunderbolt aus dem Jahr 1940
US-Autobauer Chrysler wird von amerikanischen Automobilexperten gern mit einer Achterbahn verglichen. In der Geschichte des Konzerns ging es immer dramatisch auf und ab. Nun ist wieder eine Talsohle erreicht: der kleinste der "Big Three" geht in die Insolvenz.Im Bild: Die Studie Thunderbolt aus dem Jahr 1940
(c) Werk
Im Gegensatz zu General Motors und Ford trafen die konjunkturellen Ausschläge Chrysler bisher immer härter. Besonders heftig waren die Ausschläge nach dem 2. Weltkrieg.Im Bild: Ein Chevy 300 aus dem Jahr 1957
Im Gegensatz zu General Motors und Ford trafen die konjunkturellen Ausschläge Chrysler bisher immer härter. Besonders heftig waren die Ausschläge nach dem 2. Weltkrieg.Im Bild: Ein Chevy 300 aus dem Jahr 1957
(c) Werk
"Meine Frau lässt sich scheiden. Meine Freundin ist schwanger. Mein Sohn ist von der Uni geflogen. Und jetzt bin ich auch noch zum Vice President bei Chrysler ernannt worden", kursierte im Detroit der 60er Jahre ein Witz über das damalige Image von Chrysler.Im Bild: Ein Thunderbolt aus dem Jahr 1963
"Meine Frau lässt sich scheiden. Meine Freundin ist schwanger. Mein Sohn ist von der Uni geflogen. Und jetzt bin ich auch noch zum Vice President bei Chrysler ernannt worden", kursierte im Detroit der 60er Jahre ein Witz über das damalige Image von Chrysler.Im Bild: Ein Thunderbolt aus dem Jahr 1963
(c) Werk
Dafür wurden Chrysler-Manager bisweilen auch zu Helden. Lee Iacocca kam 1978 von Ford und schaffte bei der verlustreichen Nummer drei der US-Autoindustrie unter anderem mit dem völlig neuen Minivan für die ganze Familie samt Freizeitzubehör die Wende.
Dafür wurden Chrysler-Manager bisweilen auch zu Helden. Lee Iacocca kam 1978 von Ford und schaffte bei der verlustreichen Nummer drei der US-Autoindustrie unter anderem mit dem völlig neuen Minivan für die ganze Familie samt Freizeitzubehör die Wende.
(c) EPA (Daimlerchrysler / Handout)
Iacocca wurde zum Manager-Star, dessen Autobiografie die Bestsellerlisten anführte. Doch auch sein Ruhm verblasste schnell, als 1991 ein Verlust von knapp 800 Millionen Dollar (593 Mio. Euro) in den Büchern stand. Iacocca wurde zum Manager-Star, dessen Autobiografie die Bestsellerlisten anführte. Doch auch sein Ruhm verblasste schnell, als 1991 ein Verlust von knapp 800 Millionen Dollar (593 Mio. Euro) in den Büchern stand.Im Bild: Ein LeBaron Baujahr 1982
Iacocca wurde zum Manager-Star, dessen Autobiografie die Bestsellerlisten anführte. Doch auch sein Ruhm verblasste schnell, als 1991 ein Verlust von knapp 800 Millionen Dollar (593 Mio. Euro) in den Büchern stand. Iacocca wurde zum Manager-Star, dessen Autobiografie die Bestsellerlisten anführte. Doch auch sein Ruhm verblasste schnell, als 1991 ein Verlust von knapp 800 Millionen Dollar (593 Mio. Euro) in den Büchern stand.Im Bild: Ein LeBaron Baujahr 1982
(c) Werk
Der neue Starmanager bei Chrysler hieß danach Bob Lutz. Der aus der Schweiz stammende Amerikaner schaffte in den 90er Jahren das, was ihm bis heute bei GM nicht recht gelingen will: Mit innovativen Produkten und dem Kauf der Marke Jeep erzielte er Gewinn und Anerkennung für Chrysler.
Der neue Starmanager bei Chrysler hieß danach Bob Lutz. Der aus der Schweiz stammende Amerikaner schaffte in den 90er Jahren das, was ihm bis heute bei GM nicht recht gelingen will: Mit innovativen Produkten und dem Kauf der Marke Jeep erzielte er Gewinn und Anerkennung für Chrysler.
(c) EPA (John F. Martin)
Chrysler blickt auf eine 90-jährige Geschichte zurück: 1919 verließ der Autoingenieur Walter Chrysler den Konzern General Motors, er kaufte das Motorenwerk Maxwell Motors und taufte es auf seinen Namen.
Chrysler blickt auf eine 90-jährige Geschichte zurück: 1919 verließ der Autoingenieur Walter Chrysler den Konzern General Motors, er kaufte das Motorenwerk Maxwell Motors und taufte es auf seinen Namen.
(c) Werk
Der neue Konzern schrieb Industriegeschichte: Bereits zehn Jahre später wurde es mit seinen Marken Chrysler, Dodge, Imperial, DeSoto und Plymouth zu den "Big Three" gezählt.Im Bild: Ein Dodge Charger (Baujahr 1968), der durch den Film "Bullit" berühmt wurde
Der neue Konzern schrieb Industriegeschichte: Bereits zehn Jahre später wurde es mit seinen Marken Chrysler, Dodge, Imperial, DeSoto und Plymouth zu den "Big Three" gezählt.Im Bild: Ein Dodge Charger (Baujahr 1968), der durch den Film "Bullit" berühmt wurde
(c) Werk
Ende der 1970er Jahre geriet Chrysler schon einmal in eine existenzbedrohende Krise. Der Zusammenbruch wurde abgewendet, weil Präsident Jimmy Carter 1980 einen staatlichen Überbrückungskredit von 1,5 Mrd. Dollar genehmigte. Im Bild: Ein Cordoba Baujahr 1975
Ende der 1970er Jahre geriet Chrysler schon einmal in eine existenzbedrohende Krise. Der Zusammenbruch wurde abgewendet, weil Präsident Jimmy Carter 1980 einen staatlichen Überbrückungskredit von 1,5 Mrd. Dollar genehmigte. Im Bild: Ein Cordoba Baujahr 1975
(c) Werk
Bereits 1983, sieben Jahre früher als geplant, zahlte Chrysler den Kredit an die US-Regierung zurück.Im Bild: Ein Airflow "streamliner" (1934), der erste Chrysler mit ausgeklügelter Aerodynamik. Dadurch konnte der Verbrauch auf rund 11 Liter auf 100 Kilometer gesenkt werden.
Bereits 1983, sieben Jahre früher als geplant, zahlte Chrysler den Kredit an die US-Regierung zurück.Im Bild: Ein Airflow "streamliner" (1934), der erste Chrysler mit ausgeklügelter Aerodynamik. Dadurch konnte der Verbrauch auf rund 11 Liter auf 100 Kilometer gesenkt werden.
(c) Wieck (DaimlerChrysler)
Als Daimler-Benz 1998 mit Chrysler fusionierte, stelle sich schon nach wenigen Monaten heraus, dass der US-Autobauer keine guten Produkte in der Pipeline mehr hatte und zu teuer produzierte.Im Bild ein TornCountry aus dem Jahr 1990
Als Daimler-Benz 1998 mit Chrysler fusionierte, stelle sich schon nach wenigen Monaten heraus, dass der US-Autobauer keine guten Produkte in der Pipeline mehr hatte und zu teuer produzierte.Im Bild ein TornCountry aus dem Jahr 1990
(c) Werk
Erneute Verluste riefen die Retter aus Deutschland auf den Plan. Dieter Zetsche und Wolfgang Bernhard ersetzten die Chrysler-Bosse, schlossen ab 2000 etliche Fabriken und strichen 26.000 Stellen. Im Bild: Ein Voyager Baujahr 2002
Erneute Verluste riefen die Retter aus Deutschland auf den Plan. Dieter Zetsche und Wolfgang Bernhard ersetzten die Chrysler-Bosse, schlossen ab 2000 etliche Fabriken und strichen 26.000 Stellen. Im Bild: Ein Voyager Baujahr 2002
(c) Werk
Auch für Cerberus erwies sich Chrysler als Sorgenkind. Die Zahl der verkauften Wagen sank immer weiter. Ende 2008 hatte der Konzern noch 54.000 Angestellte weltweit, etwa 32.000 weniger als noch zwei Jahre bevor. Im Bild: Ein New Yorker Baujahr 1959
Auch für Cerberus erwies sich Chrysler als Sorgenkind. Die Zahl der verkauften Wagen sank immer weiter. Ende 2008 hatte der Konzern noch 54.000 Angestellte weltweit, etwa 32.000 weniger als noch zwei Jahre bevor. Im Bild: Ein New Yorker Baujahr 1959
(c) Werk
Die Wirtschaftskrise verschärfte die Probleme. Im März 2009 verkaufte Chrysler auf seinem Hauptabsatzmarkt USA 39 Prozent weniger Autos als im Vorjahresmonat.Im Bild: Ein Windsor Baujahr 1960
Die Wirtschaftskrise verschärfte die Probleme. Im März 2009 verkaufte Chrysler auf seinem Hauptabsatzmarkt USA 39 Prozent weniger Autos als im Vorjahresmonat.Im Bild: Ein Windsor Baujahr 1960
(c) Werk

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